CD-kritik: D’Artagnan – in jener nacht

Das neue Album der selbsternannten Musketier-Rocker

D’Artagnan gehört zu den polarisierenden Bands, auf die man entweder derbe abgeht oder die man schon aufgrund der Aufmachung abwinkt. Zugegeben: Das Auftreten lädt zu allerlei Kitsch-Pathos ein. Aber – und das unterscheidet die Band von vielen ihrer Kollegen aus dem Mittelaltergenre – sie nehmen sich keinen Meter selbst ernst, sondern scheuen auch nicht davor, sich selbst zu veralbern. Wer die Jungs mal live erlebt hat, weiß es womöglich auch von den Gesprächen nach den Konzerten.

Ihr neues Album heißt nun stiltypisch “In jener Nacht”. Und es bietet keine Überraschung. Wer D’Artagnan will, bekommt D’Artagnan. Der namensgleiche Opener erinnert stark an Wolle Petrys “Ruhrgebiet”, ist natürlich brutal eingängig und man hat’s auch mit 3 Promille noch drauf. Ein bisschen Wohooo hier, ein bisschen Heya da. Soll Spaß machen und macht’s auch. “Flucht nach vorn”, “Einer für alle, alle für ein'” (logisch!), das mytische “Drei Nymphen” (was fast identisch mit dem bereits veröffentlichten “Meine liebste Jolie” ist) oder “Wallenstein” sind die Songs, die einen hier erwarten.

“In jener Nacht” gehört zu den Alben, bei denen man eigentlich nix erwartet. Deshalb tut’s auch nicht weh. Und vielleicht erwischt sich der ein oder andere auch beim Mitwippen, obwohl er mit dieser Art von Musik überhaupt nix anfangen kann.

Schulnote: 2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.