CD-Kritik: Santiano – Bis ans Ende der Welt

“Soweit die See und der Wind uns trägt – Segel hoch – Volle Fahrt Santiano – Geradeaus wenn das Meer uns ruft – Fahren wir raus hinein ins Abendrot” – Diese Textzeilen stehen stellvertretend für das gesamte Album “Bis ans Ende der Welt”. Da im Moment Mittelalterbands wie “In Extremo” oder “Schandmaul” voll in Mode sind und dank Johnny Depp Piratenfilme total im Trend liegen, haben sich ein paar findige Produzenten gedacht, dass man diese beiden Thematiken doch bestens durch eine “Piratenband” verknüpfen kann. Herausgekommen ist dabei die Flensburger Band Santiano.

 
Laut Presseinfo entstand die Band aus einem Jam auf einer Party von den Produzenten Hardy Krech und Mark Nissen. So spontan die Hintergrundgeschichte auch anmutet, so konstruiert wirkt teilweise die Musik der Combo. Dabei muss man sagen, dass die Band einige interessante Ansätze mitbringt und Elemente aus Irish Folk und amerikanischen Shantys in ihren Sound mischt. Die Allgegenwärtigkeit der Nähe zum Popschlager jedoch, verleiht dem Ganzen einen herben Beigeschmack. Auch hört man an diversen Stellen, dass bei dem Gesang studiotechnisch ein wenig nachgeholfen wurde…Schade! Gerade von “Piraten” würde man erwarten, dass sich diese nicht um einem verhauenen Ton oder einer kratzige Stimme scheren. Dadurch leidet die “Authentizität” ebenfalls…. Allerdings zielt Santiano scheinbar auch gar nicht darauf ab…Man möchte wohl nur Schlager in eine andere Thematik packen und wenn ich es aus dieser Sicht betrachte, muss ich der Band einen klaren Erfolg bescheinigen, denn in DIESEM Kontext funktioniert das Ganze recht gut. Leute, die auf Schlager und/oder auf den “Graf” stehen, können bedenkenlos zugreifen, alle anderen sollten vorher mal probehören.

 

Note: 3

 

Infos zu Santiano

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