Albumkritik: Strung Out – Black Out the Sky


Interessantes Experiment

Wer die Kalifornier Strung Out kennt weiß, dass das Quintett keine Musik für zartbeseitete machen; Punkrock mit starken Metaleinflüssen ist man eigentlich von ihren 8 bisherigen Studioalben gewohnt und am besten hört man die möglichst laut aufgedreht.

Auf dem neusten Werk Black Out the Sky, welches am 11. Mai erscheint, geht es nun aber etwas ruhiger zu. Hat die Band also ihren Stil über Bord geworfen? Nein, es handelt sich lediglich um ein Akustik-Album gespickt mit Songs, die so auf kein Strung Out Album passen würden. Neben 6 ganz neuen Nummern wurden dabei auch die Klassiker Unkoil und Matchbook im neuen Gewand aufgenommen. Allerdings sind es auch diese Songs, die am besten zu Gefallen wissen, was aber nicht heißen soll, dass die restlichen Songs nicht gut wären, teilweise sind sie aber doch ungewöhnlich poppig geraten.

Selbstverständlich ist die Platte recht schwer mit den vorherigen Alben der Band zu vergleichen, weil das Brachiale nahezu komplett abhanden kommt. Laut eigenen Angaben ist genau das aber auch der Sinn dahinter. Statt wie früher als Teenager einfach nur “Fuck everything” zu rufen, ist mit Black Out the Sky der Blick mehr nach innen gerichtet und ist somit quasi Ausdruck der Selbstreflexion. Als weiteres Thema wird von Sänger Jason Cruz die Neugeburt benannt, was auch daher rührt, dass sich die Band während der Arbeiten an Black Out the sky dazu entschied sich vom langjährigen Drummer Jordan Burns zu trennen – ein Schritt, den Cruz als notwendig für die Weiterexistenz der Band bezeichnet.

Fazit: Ein Experiment, das eine andere Seite der Band zeigt, die musikalischen Fähigkeiten aber dennoch zeigt. Alles in Allem durchaus gefällig, aber zu einem “richtigen” Strung Out Album hätte wohl auch niemand nein gesagt.

Schulnote: 2-

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