Albumkritik: Satanic Surfers – Back from Hell

Angemessenes Comeback der Skatepunk-Helden

Als im Jahre 2007 die Nachricht die Runde machte, dass sich die Satanic Surfers auflösen, waren nicht wenige enttäuscht. Schließlich lieferte die schwedische Band seit ihrer Gründung 1989 bis zu diesem Zeitpunkt 6 großartige Alben ab und gehörte zurecht zur “Heiligen Dreifaltigkeit” der schwedischen Punkrock-Szene.
2015 folgten dann allerdings wieder die ersten Konzerte, welche von der nach 8 Jahren immer noch großen Fanbase entsprechend positiv angenommen wurden, sodass die Band seitdem wieder regelmäßig unterwegs ist.

3 Jahre später erschien nun das lange erwartete 7. Studioalbum der Band, welches den bezeichnenden Titel Back from Hell trägt und in bekannter Manier da ansetzt, wo die Band auf ihren letzten Alben aufgehört hat: Knallharter Skatepunk ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, welcher durch die markante Stimme von Sänger Rodrigo Alfaro aber jederzeit eingängig bleibt. Vielleicht gibt es im Vergleich zu früher ein bisschen mehr Einflüsse jenseits des Tellerrandes. So gibt es einen eindeutigen Metaleinschlag, der sich hauptsächlich in den Gitarrenmelodien bzw. -soli wiederfindet. Auch mit Reggae-Einflüssen spielt die Band vereinzelt. Also alles neu? Nein! Von ihrer besonderen Energie hat die Band nichts verloren und man hört eindeutig ein Album der Satanic Surfers.

Einzig der vorletzte Song des Albums vermag es nicht so zu überzeugen und passt irgendwie auch nicht zum Rest der sonst starken Platte. Da Skatepunk nunmal schnell sein muss, sind die 10 bis auf eine Ausnahme absolut gelungenen Songs nur leider viel zu schnell durchgehört und lassen den geneigten Skatepunk-Fan mit dem Wunsch nach mehr zurück.

Fazit: Ein Comeback-Album, wie man es sich wünscht! Ein bisschen was neues, aber grundsätzlich, was man sich erhofft hat. Im konkreten Fall bedeutet das schnellen Skatepunk mit hervorragender Balance zwischen Eingägikeit und Härte, abgerundet von der markanten Stimme von Rodrigo Alfaro.

Schulnote: 1-2

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