Nachbericht: Ralf Schmitz – Schmitzophren, 09.05.2010, Saarlandhalle Saarbrücken

Ralf Schmitz, der bekannte Comedian aus „Die dreisten Drei“, „Schillerstraße“ oder auch „Genial daneben“ besuchte im Rahmen seines nun mittlerweile 3. Soloprogramms „Schmitzophren“ auch die Saarbrücker Saarlandhalle. Und was soll man sagen: Man merkt, dass Ralf sich hier wohl fühlt. Bereits bei seinem letzten Auftritt hatte er sichtlichen Spaß, mit dem saarländischen Dialekt umzugehen und den Scham der Leute auszunutzen, wenn diese plötzlich auf die Leinwand projeziert werden.

Das Programm an sich beinhaltet wie immer jede Menge Improvisation. Andauernd holt Ralf Schmitz Menschen auf die Bühne, die ihm behilflich sein müssen. So erzählt er z.B., dass er auch als Künstler regelmäßig an Castings teilnehmen muss. Um aber gegenüber den Mitbewerbern einen Vorteil zu haben, bereitet er sich in 2 Sprachen vor. Die auf die Bühne gerufene Dame durfte sodann per Möpe (keine Hupe; eine Hupe hupt, eine Möpe möpt) entscheiden, in welcher Sprache Ralf reden musste; hierbei durfte sie im Satz oder gar im Wort wechseln.

Ein weiteres Mal brauchte Ralf 2 Männer, die eine Landschaft darstellen mussten, in welcher er seinen Urlaub verbringt. Gerade solche Improeinlagen müssen überaus schwierig und kompliziert sein. Aber gerade hierbei zeigt sich die künstlerische Klasse von Ralf Schmitz; selten war er sprachlos, immer hatte er einen Konter oder eine Alternative auf den Lippen. Leider gibt es solch gut gemachte Improcomedy sehr selten.
Dazwischen aber hatte Ralf Schmitz auch ein kleines, kurzweiliges, aber sehr lustiges Programm gebaut. So spielte er in „Ralf den Butler“ in bester Dinner for One-Manier nach oder sang eine Hommage an sein Vorbild Heinz Erhardt.

Das Programm endete schließlich wieder mit der allseits beliebten Puppennummer, wiederum eine Improaktion. Ralf spielt hierbei eine Puppe, die nur reden, sich aber nicht bewegen kann. Ein Zuschauer muss an ihm dann Bewegungen vollführen, von denen er im Fließtext redet.

Es ist ziemlich schwierig, die ganze Tragweite eines solchen Programms darzustellen. Ob man die hektische Art von Ralf Schmitz nun mag oder nicht: Ein Besuch von ihm lohnt allemal. Ralf Schmitz hat sich mittlerweile nicht nur zu einem der besten Comedians in Deutschland gemausert, er beherrscht auch eine Kunst, die kaum ein anderer so kann: Improvisieren

www.schmitz.tv

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