Nachbericht: 2. Sickinger Highland Festival, 04.09.2010, Burg Nanstein Landstuhl

Die Sickinger Highlander gaben sich am 04. September 2010 die Ehre und luden zum zweiten Mal zu ihrem Folk-Festival auf der Burg Nanstein bei Landstuhl.

In dem schönen Ambiente des mittelalterlichen Burghofs erwartete die Gäste zuerst die Gruppe der Heidelberger District Pipes and Drums: Ca. 35 Dudelsackspieler und Trommler, die traditionelle irische und schottische Songs, sowie neuere Songs eigens interpretierten.

Nach dieser Einstimmung, heizte die Stepptanztruppe Tirnanug den Anwesenden in schwindelerregendem Tempo weiter ein.

Die folgenden Bands, Quest Wind und Scapa Flow, übertrafen sich gegenseitig in der Darbietung gefühlvoller und fröhlicher Traditionals und Eigenkompositionen. Die Mischung aus irischen, schottischen, (bei Quest Wind) auch gälischen Songs und Instrumentalstücken wurde getragen von Fiddle, Backpipe, Flöte, Trommel und Gitarre. Damit passten beide perfekt in die nur gedämpft beleuchteten Gemäuer der Burg und vermittelten dem Zuhörer das Gefühl, sich beinahe tatsächlich in einer lang vergangenen Zeit auf einer der Inseln zu befinden.

Aber nicht nur das war diesen Bands gemeinsam. Sie teilen sich auch denselben preisgekrönten Dudelsackspieler „Quest“.

Wem das Programm bis dahin ein bisschen zu beschaulich war, durfte sich auf Speed Folk vom Feinsten mit Fiddler’s Green freuen. Diese überraschten mit abwechslungsreicher Setlist und brachen damit den Fluch, der zumindest noch in vorherigen Konzerten auf ihnen zu liegen schien und der manchen Fans durchaus sauer aufstieß: Fast ausschließlich Songs der letzten beiden Alben „Drive me mad“ und „Sports Day at Killaloe“ in fast immer gleicher Abfolge.

Besonders ältere Fans trauten ihren Ohren kaum, als „The Crawl“ und „Blarney Roses“ erklangen. Auch stellten die Fiddler’s mit „Irish Washerwoman“ und „I’ll tell me ma“ zwei brandneue Songs vor.

Trotz der etwas anderen Stilrichtung blieben auch so gut wie alle Gäste höheren Alters und ließen sich von der unglaublichen Bühnenpräsenz der Fiddler’s mitreißen. Für „The Wall of Folk“ (die seit einiger Zeit fester Bestandteil von „Rocky Road to Dublin“ ist) begab sich Sänger Albi sogar unter das Publikum.

Ein besonderes Meisterstück war wie immer die Instrumental-Nummer „Kick the Bucket Tunes“ mit dem in völliger Dunkelheit leuchtendem Bogen des Geigers Tobias Heindl, der leuchtenden Trommel des Schlagzeugers Frank Jooss und der gekonnten Blecheimer-Trommel- Einlage von Stefan Klug.

Man hatte den Eindruck, die Grünen spielten nicht nur ohne Mühe mit ihren Instrumenten, sondern auch mit dem begeisterten Publikum und strahlten dabei jede Menge Freude aus. Denn egal, ob man eher auf traditionellen Folk oder etwas härtere Gitarrenklänge steht, eines muss man den Fiddler’s lassen: Sie übertrafen die anderen Bands bei Weitem an Professionalität, Bühnenpräsenz und Spielfreude.

Alles in allem war ihr Auftritt ein krönender Abschluss ihrer Open-Air-Tour 2010 und dieses sehr gelungenen Festivals.

www.sickingen-highlander.de


(Gastbeitrag: Dési Doenges)

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