Konzertbericht: Marathonmann – Die Stadt gehört den Besten –Tour 2013, 14.11.2013, Kleiner Klub – Garage Saarbrücken

Marathonmann

Die Münchner zum zweiten Mal in Saarbrücken

Gestern war wieder mal ein rundum gelungener Abend im Kleinen Klub der Garage Saarbrücken. Zum Einstieg gab es gleich zwei Support-Acts. Der erste: Grey Gorden. Ein junger Singer-Songwriter aus den USA, der trotz seiner vielen Tattoos (seiner eigenen Aussage nach sieht er aus wie frisch aus dem Knast entlassen) eher ruhige, nachdenkliche und traurige Lieder zum besten gab. Ein sehr sympathischer Typ, dem ich auch noch länger hätte zuhören können. Als nächstes folgten dann die aus Dessau stammenden Storyteller, die mit ihrem englischsprachigen Hardcore musikalisch perfekt auf den Hauptact einstimmten. Und für ihre erste große Tour haben die Jungs einen tollen Auftritt hingelegt.

Als dann um kurz nach 21 Uhr die Marathonmänner die Bühne betraten, war einem doich schon ziemlich eingeheizt worden, und die zahlreich erschienenen Zuschauer gingen vom ersten Lied an voll mit. Zum Teil vielleicht auch etwas zu sehr, aber dazu gleich mehr. Marathonmann legten jedenfalls einen großartigen Auftritt hin. Ich habe die Münchner in diesem Jahr jetzt schon 3 Mal gesehen, einmal bei ihrem ersten Auftritt im JUZ Saarbrücken im März, Ende Juli auf dem Riez Open Air (wir berichteten) und jetzt im Kleinen Klub. Und dieser Auftritt war definitiv der intensivste. Die Jungs waren wie immer super sympathisch, die Musik eine perfekte Mischung aus harten Klängen und intelligenten Texten, die Stimmung richtig gut. Nicht nur wurden alle Lieder der aktuellen Albums, und auch ältere Lieder von der EP gespielt, zur Zugabe gab es auch das Heinz Rudolf Kunze Cover: „Dein ist mein ganzes Herz“, welches meiner Meinung nach locker mit dem Original mithalten kann. Als kleinen Bonus hatten sie auch noch zwei neue Songs im Gepäck. Eines der Titel-Track einer bald erscheinenden, limitierten EP. Ein zweites vom nächsten Album, für welches sie sich auch nicht allzu viel Zeit lassen wollen. Die Jungs scheinen sehr fleißig und kreativ zu sein.

Die Marathonmänner wurden nicht müde zu erwähnen, wie viel Spaß sie hatten und wie toll sie es fanden, dass an einem Donnerstag so viele Zuschauer erschienen sind. Dies kann ich nur so zurück geben. Das Publikum hatte verdammt viel Spaß und würden sich sicher freuen, die Band in naher Zukunft wieder in Saarbrücken zu sehen!

Zum Schluß noch ein Kommentar zu einigen Zuschauern: Wie bereits oben erwähnt, gab es ein paar Leute im Publikum die es etwas zu gut meinten. Einige sehr betrunkene Halbstarke in der ersten Reihe meinten das Konzert immer wieder dadurch stören zu müssen, dass sie dem Sänger Michi fast im Sekundentakt High-Five geben wollten, pubertäre Sprüche Richtung Bühne riefen oder auf die Bühne stiegen um zu stage-diven. Auf das Stage-Diving ging jedoch keiner ein, wodurch dann nur der Blick auf die Bühne versperrt wurde. Zur Zugabe hinderte dies einen der Gruppe jedoch nicht daran von der Bühne auf seine 4 Kumpels (die wenigstens versuchten ihn aufzufangen) zu springen. In seinem Übermut verfehlte er die 4 jedoch und knallte mit voller Wucht auf den Boden, und verletzte sich dabei offensichtlich an der Schulter. Das war einfach nur peinlich und unnötig, und auch hatte nichts mit „Rock n Roll“ Attitüde zu tun! Und mit dieser Meinung war ich offensichtlich nicht allein. Dies konnte den tollen Konzertabend zwar nicht trüben, fiel aber doch unangenehm auf. Lasst sowas doch einfach in Zukunft.

Bandcamp-Seite von Grey Gordon

Homepage Storyteller

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