Kritik: Rüdiger Nehberg – Querschnitt durch ein aufregendes Leben, 30.03.2014, Alte Gebläsehalle Neunkirchen

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„Heute beginnt der Rest deines Lebens. Let’s fetz!“

Die meisten meiner Generation werden Rüdiger Nehberg in erster Linie noch aus „Abenteuer vor der Haustür“ in seiner Rolle als Survival-Experte wiedererkennen: Entengrütze und Würmer schlürfend! Dabei ist das nur ein kleiner Bruchteile des Phänomens Nehberg. Am 30.03.2014 war er in der Neunkircher Gebläsehalle mit seiner Multivisionsshow „Querschnitt durch ein abenteuerliches Leben“ zu Gast.

Rüdiger Nehberg (a.k.a. Sir Vival) blickt zurück auf sein extremes Leben.

Sein anfänglicher Beruf als Bäcker/Konditor wurde ihm schnell zu langweilig und er begann schon in der Backstube mit diversen auffälligen Kletterübungen. Seine ersten großen Expeditionen zum Blauen Nil verlaufen nicht immer friedlich. So erzählt Nehberg ganz unverblümt vom Mord an einem ihn begleitenden Freund während einer Reise, die ihm die Erkenntnis einbrachten, dass auch jedes noch so unbewohnte Gebiet irgendwie unter einer mafiaähnlichen Gruppierung aufgeteilt ist. Nach und nach begann Nehberg, nicht nur als Abenteurer tätig zu sein, er schrieb sich das Motto “Abenteuer mit Sinn – mein Markenzeichen“ auf die Fahne: So wurde er aufmerksam auf die Situation der Yanomami Indianer, überquerte, mit einer Botschaft am Mast, per Einbaum „The Tree“ den Atlantik und machte (mit Erfolg) darauf aufmerksam.

Heute widmet sich Nehberg hauptsächlicht der Hilfsorganisation”Target”, gegen weibliche Genitalverstümmelung, mit Erfolg. Sein bemerkenswerter Ansatz: nicht von oben herab (die Diktatoren aus den reichen Industrieländern); statt den Islam zu verteufeln mit dem Islam gegen die Verstümmelung von Frauen. Er stieß durchweg auf offene Ohren. Sein Ziel ist Mekka.

Survival bekommt eine ganz neue Bedeutung wenn man sich Nehberg anschaut: unverwüstlich auch noch mit fast 80, neben einem 90min Programm, verkauft er selbst Bücher vor und nach der Veranstaltung und hat auch immer Zeit um ein paar Worte mit seinen Gästen zu wechseln. Visionen hat er immer noch, leider – so sagt er – läuft ihm allmählich die Lebenszeit davon.

Unsere Generation (verschrien als Null-bock Generation und Couchpotatoes) kann sich von Nehbi was abschneiden: statt WoW-zockend und nörgeld die Zeit zu verplempern – Zivilcourage, Wage etwas, gehe Risiken ein (damit meint er aber nicht, dass man sich unbedingt vom einem Krokodil auffressen lassen sollte), denn ohne Mut macht man nicht das beste aus der eigenen Lebenszeit!

Mach weiter so, Nehbi !!!

www.ruediger-nehberg.de

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