Kritik: Max Raabe & Palast Orchester – “Küssen kann man nicht alleine”, 21.05.2011, Saarlandhalle Saarbrücken

 

Den Anfang dieses Abends machte “Ich bin nur wegen Dir hier”. Man fühlt sich zwar geschmeichelt, jedoch waren wir ja wegen Max Raabe und dem Palast Orchester hier. Dieses wurde 1986 aus einer studentischen Idee heraus in Berlin gegründet und ist seitdem erfolgreich mit dem Interpretieren von Schlagern aus den 20er und frühen 30er Jahren.

Am gestrigen Abend wurde neben fantastischer Musik auch eine Einführung in bedeutende beziehungstechnische Lebensweisheiten geboten. So sollte der Mann beispielsweise stets darauf achten, für seine Angebetete(n) unverbindliche Anreden wie Schatz oder Mausi zu verwenden. Damit ist sichergestellt, dass man am Vorabend der Hochzeit seine Zukünftige nicht mit falschem Vornamen anredet. Dies wäre sicherlich dem festlichen Rahmen der bevorstehenden Vermählung keinesfalls dienlich. Falls dieses Missgeschick jedoch trotz allem einmal passiert sollte man sich bemühen schnellst möglich einen Ersatz zu finden, denn: Wer im Frühling keine Braut hat, der verdient auch im Herbst keine Frau.

Weiterhin umfangreich musikalisch gehuldigt wurde das weibliche Geschlecht. Das Tempo der einzelnen Stücke war abwechslungsreich, mal langsam, mal etwas schneller, somit war sowohl für junge als auch für etwas ältere Fräuleins jeweils etwas Passendes dabei.

Passende Showeinlagen wurden ebenfalls geboten. So wurde beispielsweise bei “In meiner Badewanne bin ich Kapitän” unter Beweis gestellt, dass es sehr wohl möglich ist, Instrumente auch unter Wasser zu benutzen. Dies hatte nicht nur einen lustigen Klang, sondern auch ein ansehnliches Blasenspektakel zur Folge. Jedoch nicht nur mit solch eher ungewöhnlichen musikalischen Einlagen konnte das Orchester überzeugen, sondern auch durch den Einsatz nicht alltäglicher Instrumente, wie beispielsweise eines Bass-Saxophons und zahlreicher klingender Glöckchen.

Es wurden sowohl Klassiker wie der überaus bekannte “Kleine grüne Kaktus”, als auch neue Stücke aus dem von Annette Humpe und Max Raabe produzierten und geschriebenen Album “Küssen kann man nicht alleine” dargeboten. Hierzu gab es auch eine Videoeinspielung mit Herrn Grün als Hauptdarsteller. Wer gerne erfahren möchte, wer genau dieser Herr Grün ist, dem sei der Besuch bei Max Raabe und seinem Palast Orchester ans Herz gelegt.

Fazit:

Wenn ich Liebe brauch dann geh ich zu Pauline.

Und…

wenn ich Musik brauch dann geh ich zu Max Raabe.

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www.palast-orchester.de

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