Kritik: Helge Schneider – RETTUNG NAHT – Superhelgi auf Tournee, 25.02.2012, Saarlandhalle Saarbrücken

Ach schade, jetzt ist Fasching vorbei, es beginnt die Fastenzeit, nix ist los, keine Stimmung. Aber Rettung Naht(e) in der Saarlandhalle Saarbrücken. Und wie!

SUPERHELGI IST DA!!!

Frei improvisiert wurde der auf sich genommene Weg nach Saarbrücken mit Hilfe von Krücken dargelegt, und somit ist man auch schon bei einem der Hauptthemen: nämlich Beine. Ob es sich nun um das abgeschossene Bein des Opas, welches – oh, wie ist das denn passiert?- auf dem Baum gelandet ist oder um folgende Geschichte handelt:

Ein Mann war in Eile (nicht, dass seine Frau noch mitkommt), er wollte nach New York. Auf dem Langstreckenflug weigerte er sich (aus Eitelkeit?) Thrombosestrümpfe zu tragen. Und schon nahm das Unheil seinen Lauf: eine Krampfader platzt, hängt aus dem Bein und da der “Mann mit der Ader” mit der Aufmerksamkeit nicht umgehen kann stirbt er den Stresstod. Da es sich nur um einen Scheintod handelt und das sich selbst Ausbuddeln so anstrengend war, wird gleich auf dem Friedhof hungrig eine Oma teilweise verspeist. Dies handelt sich um eine Straftat, was den Adermann ins Gefängnis bringt, aus welchem er sich eingebacken in ein Brot befreit. In der Bäckerei wird das Brot mit den rausstehenden Schuhen verkauft und die Frage “Soll es geschnitten werden?” mit “Ja, sicher doch” beantwortet. Da hat der Adermann sich wohl geschnitten.

Solche und weitere aus dem Leben gegriffene Geschichten, wie sie wohl jedem früher oder später mal passieren, wurden von Superhelgi zum Besten gegeben. Man konnte zwar nicht immer folgen – er sich selbst aber offenbar auch nicht. Somit war es trotz (oder gerade wegen) zahlreichen Hä-Effekten ein vergnüglicher Abend.

Neben Helge und seiner Band gab es aber noch zwei weitere tragende Rollen an diesem Abend. Einerseits Helges persönlicher Teekoch Bodo, der trotz des vergessenen Teebeutels den Meister zufriedenstellen konnte und auch weiterhin als Teediener tätig sein darf. Andererseits der wohl allseits bekannte Sergej Gleithmann mit seinem Waldorfschulenballett.

Alles in allem war es ein sehr schöner Abend mit Helge, der neben seinen zahlreichen amüsanten Geschichten auch mit seiner Musik beeindrucken konnte, die neben diversen Eigenkompositionen auch auf bekannte Jazz-Klassiker wie zum Beispiel Misty setzte. Einen Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an yellowconcerts, die Helge nach Saarbrücken gebracht haben.

http://www.yellowconcerts.de/

http://www.helge-schneider.de/

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