Kritik: Ehrlich Brothers – “Magie, Träume erleben”, 27.12.2012, Saarlandhalle Saarbrücken

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Das Brüderpaar verzauberte die Saarlandhalle – mit allerlei Witz statt pathetischem Geblubber

Eines muss man den Ehrlich Brothers Andreas und Chris bieten eine hervorragende und hochspannende Show. Vom Zersägen hin zum plötzlichen Verschwinden, vom Verwandeln bis zum Erscheinen und Verändern. Nahezu jeder Zustand und logische physikalische Gesetze werden von den Brüdern ausgehoben. Sei es, dass ganze Pflanzen in Sekundenbruchteilen wachsen, Geldscheine völlig überraschend ihren Wert ändern oder scheinbar Gedanken erraten werden: Das war hohe Zauberkunst, die keine Sekunde langweilte.
Und dabei wirken sie unheimlich symapthisch. Zwar ist ihre Show nicht gänzlich frei von Pathos, aber – und das ist die Hauptsache – sie verzichten doch auf das übliche Zauberklischee à la “Wow! Unbelievable! Magic! No one can explain!”. Durchgängig lustig und auch irgendwie bodenständig boten die Brüder ihre knapp 1,5stündige-Show dar, sehr zur Freude des Publikums, welches größtmöglich involviert wurde. Highlight des Abends war sicherlich das Zerbiegen ganzer Eisenbahnschienen, ein Trick, mit welchem sie Uri Gellars Löffelverbiegen fast schon der Lächerlichkeit preisgegeben haben.

Fazit: Für Zauberinteressierte, denen das übliche Geblubber (es sind eben Tricks, nicht mehr und nicht weniger) des 0815-Standardzauberers eh immer eine Spur zu viel war, lohnt sich die Show der Ehrlich Brothers allemal. Aber auch Erwachsene, die sich einfach mal wieder kindlich erfreuen mögen, sind bei der Show bestens aufgehoben!

Daumen hoch!

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