Kritik: Chris de Burgh – “Moonfleet”-Tour 2011, 25.03.2011, Saarlandhalle Saarbrücken

Der irische Weltstar gastierte in der Saarlandhalle


Da steht er also auf der Bühne: der große Chris de Burgh. Wir waren doch etwas zwiespältig, als wir die Halle betraten, haben wir doch eindeutig das Durchschnittsalter gesenkt. Der irische Schmusebarde hat sich also ausgerechnet Saarbrücken zum Start seiner Europatournee „Moonfleet and other stories“ ausgesucht. Aber, um es vorwegzunehmen, es hat sich gelohnt. Die zu Beginn geäußerten Zweifel waren eindeutig fehl am Platze. Wenn er die nächsten 40  Konzerte genauso zelebriert wie in Saarbrücken, dann Hut ab ! Aber nicht nur der Künstler  selbst sondern auch die Licht- und Videoeffekte können sich im internationalen Vergleich  durchaus sehen lassen. Der Meister der Kopfstimme und der Synthesizermelodien hat als einer der wenigen Vertreter seiner Zunft mit dem Alter, er ist immerhin Jahrgang 1947, nicht an Stimme eingebüßt. Dies war eindrucksvoll an der Zugabenummer „High on emotion“  festzustellen, die die Studioversion noch um mindestens 1 Ton übertraf. Neben den üblichen Klassikern „Ship to shore“, einem sehr rockigen „Don´t pay the ferryman“ oder dem der  Deutschen Einheit gewidmeten (jedoch eigentlich über den Falklandkrieg handelnden)  „Borderline“, durfte natürlich sein Übersong „Lady in red“ nicht fehlen. Damit marschierte er  zur Freude der vor allem weiblichen Fans durch die Zuschauermengen, die sich natürlich die Chance nicht entgehen ließen, ihren Chris einmal zu berühren. Aber natürlich kamen auch  einige Songs aus seinem neuem Album „Moonfleet“ zu Gehör, u.a. das sehr eingängige „Have a care“ oder die beiden Balladen „Go where your heart believes“ und „My heart´s surrender“.  Das Toto-Cover „Africa“ zeigt, warum sein vorletztes Album nicht nur Lobeshymnen erhielt,  denn die Ähnlichkeit war tatsächlich kaum zu überhören, eine eigene Idee fehlt dazu völlig.  Das ist schade, denn eines muss sich Christopher John Davison (so der bürgerliche Name des in Argentinien geborenen Künstlers) nun wirklich nicht : sich für seine Musik schämen. Wir  wünschen ihm und seiner Band (übrigens war mit Wales, Irland und England ganz Britannien auf der Bühne vertreten) Alles Gute für die anstehende Tour.

Eine kleine Anmerkung noch : Es wäre schön, wenn irgendjemand den Zuschauern mal  beibringen könnte, dass man überall auf der Welt in Rock und Pop bei einem 4/4 Takt auf die 2 und die 4 den Beat und damit das Klatschen setzt, nur in der deutschen Marschkultur und der Volksmusik ist es die 1 und die 3. Aber den Unterschied werden wir Deutschen wohl nie  lernen…

Künstlerhomepage: www.cdeb.com

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2 Gedanken zu „Kritik: Chris de Burgh – “Moonfleet”-Tour 2011, 25.03.2011, Saarlandhalle Saarbrücken“

  1. Leider habt ihr Chris ein Jahr älter gemacht als er ist !
    Er ist Jahrgang 1948 und seine Stimme ist besser den je.
    Kann das Konzert in Saarbrücken nicht beurteilen aber dafür nur Lobeshymnen auf Köln singen. Denn da ging richtig die Post ab.

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