Konzetrkritik: Austin Lucas, 23.4.2013, Kleiner Klub Garage Saarbrücken

“It’s 20 past 8 on a Tuesday evening, we heard that’s the local party time”

Singer-Songwriter Abende können durchaus abwechslungsreich sein. So geschehen am gestrigen Abend im Kleinen Klub der Garage. Alle Konzertwütigen, denen das Champions League Halbfinale egal war, kamen voll auf ihre Kosten, denn die drei Acts des Abends – Northcote, The Glossary und Austin Lucas sorgten für einen sehr gut gemischten und großartigen Abend.

Ziemlich pünktlich um halb neun schickte sich der Kanadier Northcote bereits an, die Bühne zu betreten. Ein bisschen nervös war er schon, schließlich sollte dies sein allererstes Konzert auf europäischem Boden sein. Davon merkte man aber schnell nichts mehr, denn mit seiner sympathischen Art und seinen wirklich schönen Songs konnte er das Publikum im doch recht gut gefüllten Kleinen Klub schnell auf seine Seite ziehen und so heimste er von Beginn an lauten Applaus ein, über den er sich sichtlich freute.

Nach kurzer Umbaupause kam dann die fünfköpfige Formation The Glossary aus Tennessee an die Reihe und zeigten eine meist mitreißende Mischung aus Country, Folk- und Bluesrock Nummern, die technisch außerordentlich gut vorgetragen wurden und das Publikum weiterhin zu unterhalten wussten. Einzig ihre etwas zu schüchterne und ernste Art auf der Bühne könnte man da als Manko anführen. Dennoch heimsten auch sie ordentlich Applaus ein und bewegten einige zum Mittanzen, so gut wie alle aber zum Mitwippen und Mitnicken.

Nachdem sie die Bühne nur kurz verlassen hatten, kehrte das Quintett dann zusammen mit dem Hauptact des Abends, Austin Lucas, auf selbige zurück, um den sympathischen Singer-Songwriter zu unterstützen, mit dem sie auch sein neues Album eingespielt haben, welches in den nächsten Monaten erscheinen wird. Aus diesem Grund war das Set mit vielen neuen Songs gespickt, welche das Publikum aber durchweg positiv aufnahmen und allesamt mit lautstarkem Applaus bedachten. Nach dem offiziell “letzten Song” des Sets blieb Lucas schließlich alleine auf der Bühne zurück – aus Faulheit wie er selber sagte. Zum Abschluss des insgesamt dreistündigen Konzertabends, stellte er sich noch für zwei Songs in die Mitte des Publikums und spielte diese unplugged – vollkommen unverstärkt. Dies stellte einen sehr schönen Abschluss eines insgesamt tollen Konzerts dar, nach dem jeder Besucher zufrieden nach Hause gegangen sein dürfte.

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