Konzertkritik: Wild Nothing, 27.08.2011, Exit07 Luxemburg

Was kann man von einem Indie-Konzert erwarten?
Erstens, lockere Musik zum Warmhalten der Konzertgäste bis zum Auftritt des Acts. Dies wurde gekonnt Alan Bridge übernommen, der mit seinen Plattenspielern schöne Popsongs von Washed Out bis Trio zauberte.
Zweitens, ein Klientel unterschiedlichen Alters, von jungen The Pains Of Being Pure At Heart Fans bis in die Jahre gekommenen The Cure Fans. Was sie verbindet ist die Leidenschaft für schöne Melodien und anscheinend auch das Interesse an neuen, jungen Bands.
Drittens, ein Act, der dem Publikum ein Lächeln ins Gesichter zaubert, Gänsehaut versprüht und zu dezenten Bewegungen verleitet. Und das konnten Wild Nothing wohl bei den meistens bewirken. Keine Vorband im Programm, legten sie pünktlich los. Begleitet wurde Jack Tatum von drei Kollegen, die sich um Bass, Drums, Keyboard und die zweite Gitarre kümmerten. Die Songs hatten alle großen Album-Charakter, keine Experimente oder Ausschweifungen. Neben den von der Gemini LP und der Golden Haze EP bekannten Songs wurden die Gäste mit drei unveröffentlichten Songs verwöhnt. Alle drei großartig, lassen sie auf eine neue Veröffentlichung hoffen. Anfangs noch zurückhaltend, kam das Publikum nach vier bis fünf Songs endlich in Bewegung. Hier wurde getanzt, da wurde mitgesungen, dort aufmerksam zugehört. Nach fast einer Stunde Dream-Pop verabschiedete sich die Band, um noch für einen weiteren Song auf die Bühne zu kommen. Mit “Golden Haze” als Zugabe war wohl jeder einverstanden. Schöner Abschied einer Band, die außer “merci” und “thank you” nicht viel sagen wollte und sich voll und ganz auf ihren Sound konzentrierten. Vielleicht hätte man sich mehr Kontakt zum Publikum gewünscht, zumal das Exit07 beste Voraussetzungen für solche Wohnzimmer-Atmosphäre bietet. Aber die schöne Musik mit super Sound machten das Konzert nicht nur für Fans der Band zu einem gelungenen Abend.

Homepage Exit07

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