Konzertkritik: The Menzingers, 9.10.12, Exhaus Trier

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Ein abwechslungsreicher Abend für diverse Geschmäcker


Am vergangenen Mittwoch gab es im kleinen Exil des Trierer Exhauses so einiges zu bestaunen; zunächst bestieg die “Hausband vom Trierer Exhaus”, der sympathische Niederländer Tim Vantol die Bühne und beglückte das gut gemischte Publikum mit seinen Singer-Songwriter Nummern. Sichtlich Spaß hatte er daran, dass das Publikum im fast schon zu gut besuchten kleinen Exil fröhlich mitsang und artig sowie lautstark applaudierte. Vor allem, weil ihm sichtlich peinlich war, dass das lange versprochene nächste Album noch immer nicht erschienen ist und der Großteil des Sets somit aus “altbekanntem” bestand. Jedoch war auch die ein oder andere neue Nummer inklusive einer “Trier Premiere” zu hören.

Nach kurzer Umbaupause kamen dann die vier Kalifornier von Nothington an die Reihe und zogen etwas härtere Saiten auf. Wie schon bei den vergangenen Auftritten in der Region dieses Jahr (AntAttack/Dillingen, A Wilhelm Scream/Trier) heizten sie den Leuten mit ihrer Art des Punkrocks ordentlich ein und bekamen dafür den verdienten lautstarken Applaus. Es wurde fleißig gepogt, mitgegrölt und zum Teil auch crowdgesurft und der Laden ordentlich gerockt. Erneut kann man einfach nur bezeugen, dass Nothington eine großartige Liveband sind, die ihre unheimliche Energie spielerisch auf das Publikum zu übertragen wissen und somit einen gelungenen Konzertabend garantieren.

Den krönenden Abschluss des Abends lieferten schließlich The Menzingers, die ihrem Headlinerstatus durchaus gerecht wurden, auch wenn ich persönlich den Eindruck hatte, das direkt vorher ein bisschen lauter gejubelt wurde. Nichtsdestotrotz wussten sie den überfüllten Raum restlos in ihren Bann zu ziehen und zu begeistern. Punkrock vom feinsten und absolut mitreißend und mitsingfähig. Nach einem Set, das auch für die Band selber viel zu schnell vorbei ging, nahmen sie auch noch Songwünsche aus dem Publikum entgegen und zeigten somit, wie man auch noch den letzten Zeifler von sich selbst überzeugt. Einfach unheimlich sympathisch und mitreißende gute Laune Musik.

Alles in allem also ein absolut gelungener Abend mit drei Acts, von denen keiner auch nur ansatzweise abgefallen ist. Das einzige, was man eventuell bemängeln könnte ist, dass das Konzert in das eigentlich viel zu enge kleine Exil verlegt wurde, was dem Abend allerdings auf der anderen Seite auch einen noch intimeren und intensiveren Touch verliehen hat. 

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