Konzertkritik: Status Quo – live 2014, 24.11.2014, Saarlandhalle Saarbrücken

SQ

…here we goooooooo, rockin’ all over the World

Saarbrücken glänzt nicht unbedingt häufig durch die Präsenz von Weltstars. Ab und an überrascht die Stadt jedoch. Dieses Mal gaben sich keine Geringeren als die Rockveteranen von Status Quo die Ehre, im Rahmen ihrer 2014 Live-Tour die saarländische Hauptstadt zu besuchen. Wer zu Status Quo geht, weiß, was er bekommt: 70er Boogierock in all seinen Facetten? Halligalli? Vielleicht! Aber verdammt geil. Nur wenige Bands verkörpern den Spaß, der Rock’n’Roll so mit sich bringt wie diese Band. Dass ihnen ihre Fans auch am Herzen liegen, zeigte die Band auch in den vergangenen Jahren dadurch, dass sie immer hochkarätige Special Guests mit am Start hatte. Dieses Mal war der Jukebox Hero himself, Lou Gramm, Ex-Frontmann der 80er Stadionrocker Foreigner, mit seiner Band zu Gast. Dieser litt Ende der 90er Jahre an einem Hirntumor und musste sich einer komplizierten OP unterziehen, deren Folge u.a. der Verlust seiner markant hohen Stimme war. Sein Programm bestand zu 90% aus Foreigner-Songs (Double Vision, Jukebox Hero, Hot Blooded, I wanna know what Love is, usw.). Einerseits zollt man einem Künstler, der so etwas durchgemacht hat, natürlich eine Menge Respekt. Andererseits – und damit meine ich rein die musikalische Schiene – lebten die Foreigner-Songs eben von seiner hohen Stimme, sodass gerade Songs wie “I wanna know what Love is” und “Hot Blooded” sehr schräg klangen. Sei’s drum: Lou hatte Spaß, das Publikum hatte “The Voice of Foreigner”. Ein guter Start.

Dann kam Quo und wenn bei dieser Band etwas sicher ist, dann die Erfüllung jeglicher Klischees, die man sich so vorstellen kann. Hinter einem Vorhang erschien die Silouette von Rick Perfitt, der sogleich den seit geschätzten 100 Jahren identischen Opener “Sweet Caroline” anstimmte. Die Halle kochte. Das kennt man, da weiß man, was man hat. Getragen von der Stimme des charismatischen Frontmanns Francis Rossi spielte die Band alle ihre Hits. Keiner war unbekannt: “Hold you back”, “Paper Plane”, “Down Down”, “In the Army now”, “Roll over, lay down” und wie sie alle heißen. Unfassbar was die Band, deren Frontmänner um die 65 Jahre alt, noch auf die Beine bringen. Als ob’s die Band erst kurz gäbe. Da ist Elan, da ist Spielfreude und das nach über 40 Bühnenjahren. Wahnsinn. Als Rausschmeißer dienten die wohl bekanntesten Songs der Band “Whatever you want” und “Rockin’ all over the World” (welches übrigens im Original vom Ex-CCR-Frontmann John Fogerty stammt), ehe das Publikum nach guten 2h mit “Bye bye Johnny” verabschiedet wurde.

Was soll man sagen? Quo sind halt Quo. Wer Bock auf 2h Rockparty am Stück hat, wird bei der Band nie was falsch machen. Jedes Quo Konzert ist ein Besuch wert! Hut ab, die Herren !

 

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