Konzertkritik: Simple Minds – 5×5-Tour, 22.08.2012, Amphitheater Hanau

5×5 war das Motto des Abends – Musik für den Fan, nicht für die Massen

Hut ab alleine für die Idee. Die schottischen Synthierocker Simple Minds gastierten im Rahmen ihrer 5×5 Tour im Hanauer Amphitheater. 5×5? Was ist das für ein komischer Tourname, werden manche denken? Nun, die Simples haben sich auf die Fahnen geschrieben, auf dieser Tour ausschließlich Songs ihrer ersten 5 Alben zu spielen und zwar jeweils 5 davon. Alben, die zur großen New Wave-Zeit Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre entstanden. Dies hieß aber auch: Keine Hits. Kein Don’t you, kein Alive & Kicking, kein Belfast Child. Ein Flop? NEIN! Eher das krasse Gegenteil. Ich habe selten ein Konzert erlebt, bei welchem eine solch gute Stimmung herrschte. Dass der ein oder andere Songs wenig bekannt bis gänzlich unbekannt war, war egal. Denn der Sound der Simple Minds alleine ist einzigartig. Jim Kerr war nie der ganz große Sänger und dementsprechend war er oft auch kaum zu verstehen, sang er doch immer schon ein wenig im Nuschelstil. Aber auch das ist egal. Ihm und Charlie Burchill sah man den Spaß an jedem der gespielten Songs an. Und so ganz wurden die Fans auch nicht ins kalte Wasser geworfen: “Someone somewhere in Summetime”, “New Gold Dream” und “Promised you a Miracle” fehlen auch sonst auf keiner Tour.

Fazit: Die Simple Minds sind immer einen Konzertbesuch wert. Keine andere Band mischt so extravagant geradlinigen Rock mit Synthieeffekten. Im Gegensatz zu manch ihrer Kollegen bleiben die Simples jedoch am Puls der Zeit und modernisieren. Dass die 80er Plastiksynthies nochmals ausgepackt werden, wäre ein Unding!

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