Konzertkritik: Scooter, 25.3.2012, E-Werk Saarbrücken

Faster! Harder! Scooter!

“Ein bisschen anders”, so kann man das Konzert von Scooter im E-Werk Saarbrücken wohl ganz gut bezeichnen, wenn man normalerweise auf Rockkonzerten unterwegs ist. Das fing schon beim Publikum im nicht ganz ausverkauften E-Werk an; ich habe mich schon länger nicht mehr so jung gefühlt auf einem Konzert…und das mit 25. Allerdings muss man sagen, dass das Durchschnittsalter zwar etwas höher lag als bei “normalen” Konzerten, aber es waren so ziemlich alle Altersschichten vertreten: von Teenagern, teilweise in Begleitung von Eltern, bis hin zu 50-60 jährigen (vereinzelt auch in Begleitung ihrer Eltern – kein Witz!).

Auch der Supportact, bestehend aus zwei DJs, deren Namen ich leider nicht mitbekommen habe, lieferte eine etwas andere Show ab als erwartet. Das Publikum wurde mit aktuellen Charts- und Partyhits beschallt, die leicht geremixed wurden und ab und zu mal mit Yeah!-Rufen, Mitklatschaufforderungen und anderen Publikumsanimationen, aber natürlich unentwegt mit donnerndem Bass untermalt wurden. Der Menge gefiel’s anscheinend, die meisten tanzten und sangen mit und so stieg die Stimmung während der 45-minütigen Einlage merklich.

Nach einer kurzen Umbaupause betraten dann Scooter schließlich die Bühne und legten direkt mit ihrer typischen Show los. Konkret heißt das, dass Faster! Harder! Scooter! nicht umsonst das Motto des Trios ist. Die Mannen um H.P. Baxxter, der letzte Woche seinen 46. Geburtstag feierte, heizten dem Publikum mächtig ein, was durchaus wörtlich gemeint ist, denn neben einer eindrucksvollen Lichtshow und leicht bekleideten Tänzerinnen, durfte natürlich auch eine umfassende Pyroshow nicht fehlen. Das Publikum dankte es den drei menschlichen Flummis auf der Bühne und feierte jeden Song von Anfang bis zum Ende.

Insgesamt lieferten Scooter einen guten Überblick über ihr bisheriges Schaffen, welches sich durch ein recht ausgeglichenes Set äußerte; neben neuen Songs des aktuellen Albums The Big Mash Up, spielten sie natürlich auch frenetisch gefeierte Klassiker wie One (Always Hardcore), How Much Is the Fish?, Maria (I Like It Loud) und natürlich Hyper Hyper.

Definitiv mal was anderes als die normalen Konzerte, die ich sonst so besuche, aber Spaß hat es alles in allem trotzdem auf jeden Fall gemacht und auch wenn man vielleicht mit der Musik nicht allzu viel anfangen kann, muss man anerkennen, dass Scooter einer der erfolgreichsten deutschen Musik-Acts überhaupt sind und es verstehen, die Leute zum Feiern und Tanzen zu animieren.

 

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