Konzertkritik: Schandmaul – “Unendlich”-Tour 2014, 28.03.2014, Saarlandhalle Saarbrücken

Schandmaul

An Schandmaul scheiden sich die Geister – zumindest beim gestrigen Konzert dürfte jedoch Eintracht geherrscht haben

Die einen bezeichnen sie als die Schlagerband unter den Mittelalterbands; für die anderen sind Schandmaul die einzig echte Mittelalterband. Im Endeffekt egal. Denn das Szenepublikum kommt und freut sich…und das ist doch die Hauptsache.

Gestern gastierte die Band in der Saarbrücker Saarlandhalle. Zugegeben: Ich hatte Zweifel, ob die Band die Halle wird füllen können. Die Zweifel verflogen indes schnell. In der sehr gut gefüllten Saarlandhalle machte jedoch zunächst eine andere Band von sich reden. Die Erlanger Folkpunker von Fiddler’s Green waren mit angereist und eröffneten den Abend für die Schandmäuler. Zwischen den Bands besteht seit Jahren eine enge Bandfreundschaft. Auch die Fiddler’s haben mit Winners & Boozers ein relativ neues Album draußen, das in gut einer Stunde vorgestellt wurde. Der Großteil der Setlist bestand aus “A Night in Dublin” & Co. und wurde verfeinert mit den Krachern der Voralben wie “Victor and his Deamons” oder “Yindy” und natürlich dem obligatorischen “Folk’s not dead”. Die Band hätte ruhig länger spielen dürfen, man sollte in Zukunft vielleicht über eine Doppeltour nachdenken.

Nach kurzer Umbaupause waren dann die Schandmäuler dran. Man merkt, dass die Band eine eingeschworene Fanbase an. Die Setlist war selbst abwechslungsreich. “Walpurgisnacht” durfte ebenso wenig fehlen wie die Songs des neuen Albums, allen voran die Singleauskopplung “In deinem Namen”. Charakteristisch an Schandmaul ist neben der typischen mittelalterlichen Instrumentalisierung der glasklare Gesang von Sänger Thomas Lindner, der auch bei noch so übersteuertem Sound problemlos durchklingt. Insofern war das Konzert in der Saarlandhalle für Schandmaul auch kein wirkliches Manko.

Fans waren begeistert und werden wiederkommen. Ziel erreicht.

 

 

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