Konzertkritik: Riez Indoor 2013, 20.4.2013, Riez RockBar Bausendorf

Kuscheliger Konzertabend mit vier großartigen Bands

Nachdem wir in den letzten zwei Jahren schon bei der Open Air Version der geilsten Gartenparty der Welt zu Gast sein durften (Bericht 2011 und 2012), stand dieses Jahr auch die Indoor Variante des netten kleinen Festivals zwischen Trier und Koblenz auf dem Konzertkalender. Das ganze fand in der kleinen aber äußerst feinen Riez RockBar statt und wurde durch die Österreicher ASTPAI eröffnet. In der noch etwas spärlich besuchten Kneipe startete das Quartett sofort mit seinen besten Songs und zeigte somit sofort, dass sie zwar die unbekannteste Band des Abends waren, qualitativ aber in nichts nachstehen wollten (und auch nicht taten). Das extrem kurzweilige Set wurde von ordentlich Applaus begleitet, die Band gab ihr bestes und so verging die Zeit deutlich zu schnell. Als zweites betraten dann Smoke or Fire aus Boston die Bühne und standen ihren Vorgängern in nichts nach. Sie spielten von Anfang an ein kompromisslos schnelles Set, das Publikum wurde zahlreicher und es zeichnete sich ab, dass an diesem Abend eine ordentliche Party in Bausendorf steigen wird.

Nach einer etwas längeren Umbaupasue betrat Tim Vantol als nächstes die Bühne, der vor kurzem endlich sein zweites Studioalbum herausbrachte und nun auch von einer Band unterstützt wurde, welche den älteren Songs nochmal ein bisschen mehr Pfiff verleiht und die neuen Songs hervorragend untermalt. Das Set war dementsprechend sehr gut gemischt und das Publikum in der mittlerweile sehr engen Riez RockBar verpasste es nicht, die meisten Songs lautstark mitzusingen und jeden einzelnen Song euphorisch zu feiern. Die sechs Leute auf der dafür eigentlich nicht geeigneten Bühne freuten sich sichtlich darüber und hatten genauso offensichtlich bei jedem einzelnen Song ordentlich Spaß und übertrugen diese Spielfreude mühelos auf das Publikum.

Als glorreicher Abschluss kamen schließlich Nothington aus San Francisco an die Reihe, die immer wieder betonten, es nicht fassen zu können bei einem solchen Lineup der Headliner sein zu dürfen. Wie schon bei den drei Konzerten, die wir letztes Jahr besuchen durften, zeigte das Quartett sofort seine außerordentlichen Livequalitäten und verstanden es erneut, ihre unglaubliche Energie auf das Publikum zu übertragen und es somit vom ersten Song an mitzureißen. Was folgte, war ein wahnsinnig gutes Konzert, bei dem kaum ein Zuschauer ruhig stehen bleiben konnte (teilweise durchaus gezwungenermaßen) und so konnte sich am Ende des Abends nun wirklich niemand beschweren, nicht absolut auf seine Kosten gekommen zu sein.

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