Konzertkritik: Prinz Pi: Kompass ohne Norden Tour, 20.10.2013 Garage Saarbrücken

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Erstklassiger deutscher HipHop

Es ist schon erstaunlich was für eine Wandlung Prinz Pi in den letzten Jahren durchgemacht hat. Vom Underground-Rapper (damals noch als Prinz Porno) hin zum Verschwörungstheoretiker bis zum „Mainstream“-HipHoper, jedoch mit Texten die in der Szene fast schon als Hochintellektuell gelten könnten. Und noch viel erstaunlicher ist, dass er sich dabei stets treu geblieben ist. So erlebten die Konzertbesucher am Sonntag in der ausverkauften Garage nach dem recht früh auftretenden Support Act (dessen Namen ich leider nicht mitbekommen habe) einen gut aufgelegten Pi, der viel mit dem Publikum interagierte und die Menge immer zu neuen Höchstleistungen anheizte. In der Setlist fanden sich meist neuere Lieder, aber auch das ein oder andere ältere „Schmankerl“ war für die Old-School Fans dabei. Zudem trat Pi mit Live-Band auf, statt mit DJ wie viele seiner Kollegen, was meiner Meinung für einen HipHop Künstler immer die bessere Wahl ist und eine großartige Atmosphäre schafft. Zwischenzeitlich war ich doch etwas verwirrt, warum er denn so oft darauf beharrte, dass das Publikum doch noch lauter sein sollte. Bis dann klar wurde: an diesem Abend wird noch ein Live-Track für das nächste Album aufgenommen und Pi will das Publikum richtig in Fahrt bringen! So kam es dann auch gegen Ende, dass der Track „Unser Platz“ mit viel Einsatz vom Publikum eingespielt wurde, und hoffentlich auch seinen Weg auf den nächsten Longplayer findet.

Insgesamt war das ein rundum gelungener, chilliger HipHop Abend mit einem gut aufgelegten Prinz Pi, der seinen ersten „großen“ Auftritt in Saarbrücken hinlegte.

Prinz Pi’s Homepage

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Ein Gedanke zu „Konzertkritik: Prinz Pi: Kompass ohne Norden Tour, 20.10.2013 Garage Saarbrücken“

  1. War als Aufpasser dort und muss sagen war recht enttäuscht, liegt wsl daran dass ich einer von den alten Fans bin/war. Der Auftritt an sich mag für Liebhaber seiner neuen Sachen sehr gut gewesen sein aber zumindest wenn man ihn aus alten Zeiten kennt gab es einige Schock Momente. Das fing beim Publikum an, ein gefühlter Altersdurchschnitt von 15/16 verbildlicht leider nur allzu deutlich die “Weiterentwicklung” des Herrn Pi. Ist aber seine Entscheidung, wie er auf der Bühne selbst sagte: es gibt die alten und die neuen Fans. Aber ausgerechnet Elfenbeinturm als Lied für eben diese alten Fans zu spielen ist schon fast ein Schlag ins Gesicht aller alten Fans. Für diese gab es jediglich ein wirkliches Highlight die etwas langsamere Interpretation des legendären Tracks “Keine Liebe”, ist aber auch irgendwie Pflichtprogramm bei Pi.

    Fazit ist, live sind die neuen Tracks hörbarer als ausm Studio und auch durch die gute Stimmungsmache hat das Konzert durchaus Spaß gemacht. Trotzdem hat sich Pi leider von einer der Rap-Größen überhaupt für Kenner zu einem Pop/Hipster Rapper richtig Cro entwickelt, wie sein Publikum eindrücklich zeigt. Schade.

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