Konzertkritik: High Kings – Grace & Glory Tour 2016, 26.11.2016, Tollhaus Karlsruhe

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Irish-Folk-Rock der allerfeinsten Art 

The High Kings, das sind 4 gestandene Folkmusiker, die sich 2008 zusammenschlossen, um die Musik der Grünen Insel in die Welt zu tragen. Nun wird man sagen: Ok, ist nichts neues, die Dubliners kennt schließlich jeder, der sich ein wenig für Folk interessiert und die Pogues sind auch nicht ganz unbekannt. Richtig. Und dennoch haben die High Kings ihre Daseinsberechtigung. Die Band spielt nicht einfach die altbekannten Songs nach, sondern gibt ihnen, sehr erfolgreich, ihren eigenen Touch. Dazu kommen Eigenkompositionen.

Am gestrigen Abend in Karlsruhe war die Stimmung seit dem ersten Song (“Dirty Old Town”) mehr als ausgelassen. Es wurde getanzt, geschunkelt, gegrölt….alles, was zu nem perfekten Irish-Folk-Abend dazu gehört. Sehr interessant fand ich persönlich, dass die High Kings Altbekanntes so verwursten, dass quasi ein neuer Song entsteht. Würde ich den Text des alten irischen Antikriegssongs “Green Fields of France” nicht so gut kennen, hätte ich nicht vermutet, dass er in der gestrigen Setlist enthalten war. War er aber. In einer sehr poppigen Version, die vielleicht nicht unbedingt zum Textinhalt passt. Egal, hat trotzdem Spaß gemacht. Irish Traditionals (Whiskey in the Jar, Rocky Road to Dublin, Leaving of Liverpool, Irish Rover, usw) durften ebenso wenig fehlen, wie die Songs aus dem aktuellen Album “Grace & Glory”, das teilweise auch düster daherkommt (“Ride on”). 

Es war ein wahnsinnig gutes Konzert mit hochsympathischen Musikern, die sehr gerne wieder kommen dürfen.

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