Konzertkritik: Hexenrock-Festival, 30.04.2014, Hettenrodt bei Idar-Oberstein

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Die Hexenrock ist und bleibt ein Pflichttermin für alle Classicrockfans im südwestdeutschen Raum

 

Es muss 2002 oder 2003 gewesen sein. Ein paar Fury in the Slaughterhouse-Fans, darunter auch ich, verfolgten gerade die Tour der Band und lasen im Laufe der Tourdaten: Hexenrock, Hettenrodt. Nun waren wir nicht alle geographische Luschen, sodass einer von schnell rief: Das ist bei Idar-Oberstein, vom Hexenrock hab ich sogar schon gehört. Also Karten gekauft, Auto gepackt und ab hin. Und tatsächlich: Da war ein kleines Dorf mit einem riesigen Zelt. Hier sollte also ein Rockfestival starten. Skepsis wich schnell Begeisterung. Nicht nur wegen der sehr geilen Musik, sondern auch über das, was der kleine Ort da auf die Bühne stellte…

…und auch 2014 wiederum erfolgreich auf die Bühne stellte. Wiederum kam eine große Band (dazu später), wieder waren die Macher extrem freundlich und wieder war die Stimmung ungewohnt familiär. Hexenrock-Fans kommen seit Jahren. Man kennt sich…

Herrschte bei der Openerband Gold Atlas, die eine Mischung aus Revolverheld, Mia und Co boten noch eine verhaltene Menschenzahl vor, wurde das Zelt spätestens gut voll, als sich die Wohnraumhelden zu ihrer mitgebrachten Minibühne begaben. Christof Stein-Schneider, vielen noch bekannt als Gitarrist von Fury in the Slaughterhouse und Fabian Schulz. Die Wohnraumhelden sind musikalisch nicht eindeutig einzuordnen. Die einen werden Comedyrock sagen, für die anderen sind’s Songs aus dem Leben, die jeden irgendwie ansprechen. Muss man gesehen bzw. gehört haben, kann man nicht beschreiben. Wenn jedoch ein ganzes Zelt zu einem Song namens “Fleischsalat” derbst abgeht, muss die Band irgendwas richtig machen. Sehr goil!

Stein-Schneider schickte sich zudem auch als zweiter Ankündiger der Headliner an. Keine Geringeren als die Hooters wurden für den diesjährigen Hexenrock verpflichtet. Die Band hätte an sich nicht zu singen gebraucht. Johnny B, 25 Hours a Day, Day by Day, All you Zombies, Satellite und und und. Es gab auf der diesjährigen Hooters-Tour bestimmt kein textsichereres Publikum. Als die Band dann auch noch zur Überraschung vieler Major Tom auf deutsch coverte, war die Stimmung endgültig auf dem Siedepunkt. Super, spitze, 1a! Die Hooters waren und sind ne Liveband, hoffentlich noch viele Jahre und hoffentlich auch wieder in Hettenrodt.

Den Schlusspunkt des Abends bildete – nach weiterem Intermezzo der Wohnraumhelden – die Band Brass Machine, auch eine gern gesehene Band in Hettenrodt, die Rock- und Popcover mit Blassatz darbot.

Fazit: Nochmal Hut ab vor der Hettenrodter Leistung. Ohne die vielen Freiwilligen, die jedes Jahr diese Strapatzen auf sich nehmen, gäbe es das Festival nicht. Ein Rockfestival machen, kann gelingen. Aber ein Rockfestival wie dieses in einem so kleinen Ort auf die Beine zu stellen…fast unmöglich…außer in Hettenrodt !

Ein Gedanke zu „Konzertkritik: Hexenrock-Festival, 30.04.2014, Hettenrodt bei Idar-Oberstein“

  1. Servus aus München,

    lieben Dank für diese stimmige Zusammenfassung. Ich war mit einer Freundin zum ersten Mal beim HexenRock und bin begeistert von der guten, familiären Stimmung des Festivals. Wir haben uns sehr wohlgefühlt und liebäugeln bereits damit, auch 2015 wieder die Reise nach Hettenrodt anzutreten.

    Herzliche Grüße

    Sissi

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