Konzertkritik: Fiddler’s Green – “Wall of Folk”-Tour, 06.01.2012, Kammgarn Kaiserslautern

K stands for Kaiserslautern – Die Fiddler’s erfolken sich die Kammgarn

Am 06.01. statteten die Fiddler’s Kaiserslautern für ihr 25. Konzert der „Wall of Folk“ Tour einen Besuch ab. Eine prall gefüllte Kammgarn und super Stimmung erwarteten uns. Die Vorband „Punch’n’Judy“ heizte dem Publikum mit  Piraten-Rock vom Feinsten ordentlich ein. Trotz der herben Stimme des Sängers Sascha Käufer und der z.T. düsteren, mittelalterlichen Texten vom „Kobold-König“ und ähnlichen Figuren, merkte man den Piraten die Freude an ihrem „Schauspiel“ sichtlich an. Diese Stimmung übertrug sich auch auf die Zuhörer und hallte u.a. in lauten „Ho, ho, ho!“-Tiraden wider.

Nach dieser grandiosen Einstimmung, war nicht zu erkennen, dass sich die Halle leerte. Im Gegenteil schien die  musikalische Ähnlichkeit zum Speed-Folk auch die „Punch’n’Judy“-Fans für den nun folgenden Auftritt der Fiddler’s zum Bleiben animiert zu haben. Auch die Stimmung blieb unverändert energiegeladen, trotz weniger Angetrunkener, wie Sänger Albi gleich bei der Begrüßung nach den ersten beiden Songs bemerkte.
Die Set-List bot eine gemischte Tüte von songs des letzten Albums wie „Bugger off“, wie immer gegen Ende, und „Bottom of our Glass“, über Klassiker wie „Queen of Argyll“, „Lanigan‘s Ball“ und „Shut up and dance“, sehr zur Freude des gesamten Publikums, das bei jeder Vorankündigung eines Klassikers in lautes Jubel-Geschrei ausbrach. Natürlich wurde auch der neuen Songs gebührend gedacht, u.a. mit „Greens and fellows“ für alle Fans, „Scolding Wife“, den die Fiddler‘s allen Verheirateten widmeten, sowie „Dirty old Town“, „Jump“ und „P stands for Paddy“, die einfach immer gute Laune zaubern. Besonderes „Schmankerl“ war  Tobis Fiddle-Solo unter Laternenatmosphäre und Albis gefühlvolle Ballade „Lost to the moon“. Wie bereits auf anderen Konzerten dieser Tour, durfte auch der “Circle-Pat” nicht fehlen. Zu „Rocky Road to Dublin“  mischte sich Albi wie immer zum Einstieg unter das Publikum. Wer allerdings dachte, dass es sich es damit mit der „Publikums-Tuchfühlung“ hatte: weit gefehlt. Zu „Star of County Down“ kamen sogar alle Fiddler’s runter von der Bühne mitten in die Menge der begeisterten Zuhörer.

Trotz der leider ein Stück zu leise eingestellten Mikros, die den Gesang vor E-Gitarre und Schlagzeug etwas in den  Hintergrund drängten, konnten die Fiddler’s wie schon so oft ihr musikalisches Können beweisen. Bis zum Schluss ließen sie das, vom Abfeiern mittlerweile recht erschöpfte, Publikum nicht los.

Es ist schön zu sehen, dass die Kammgarn bei diesem Konzert so prall gefüllt war, was zeigt, dass sich immer mehr von den Fiddler’s mitreißen lassen und dass gute, handgemachte Musik den Zuspruch erntet, den sie verdient.

Bandhomepage: www.fiddlers.de

Eine Gastkritik von Désirée Doenges

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[youtube JCAYLbgy5h4]

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