Konzertkritik: Everlast, 23.07.2012, Garage Saarbrücken (Nachholtermin)

Man, is der alt geworden…

…hat es aber noch genauso drauf wie früher!

Eingeleitet wurde der Abend von einem Duo (den Namen habe ich leider nicht mitbekommen), zwei Jungs mit einer E- und einer Akustikgitarre. Diese spielten ruhige, aber schöne Lieder, nichts aufregendes, aber das bunt gemischte Publikum war gut eingestimmt.

Und das war auch der erste Wow-Momente des Abends: das Publikum. Von jung bis alt von B-Boy über Althippie bis Hardcore war alles vertreten. Schon lange habe ich mich nicht mehr so jung und so wohl in einer Menschenmenge gefühlt. Um 21 Uhr betrat dann der Meister selbst die Bühne. Hier kam der zweite Wow-Moment, diesmal jedoch ein negativer. Everlast ist richtig alt und (tut mir leid) ziemlich füllig geworden. Klar, er ist schon 42, die Zeiten als junger Hüpfer bei House of Pain sind schon lange vorbei, aber der Mann auf der Bühne wirkte auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Heinz Becker und Mike aus „Breaking Bad“. Aber egal, schlohweiße Haare und Bart hin oder her, der Mann hat es immer noch richtig drauf. Über 1 ½ Stunden bot er ein reines Akustik-Set, begleitet von einer zweiten Gitarre. Allen alten Hits und auch neueren Liedern wurden gespielt. Die Atmosphäre war sehr ruhig und entspannt, was Everlast dazu veranlasste zwischendurch zu fragen, ob denn nur Zombies anwesend wären. Dies wurde mit allerlei Gelächter kommentiert. Bei „Black Jesus“ wurden die Leute dann aber richtig wach und es wurde kräftig mitgesungen. Um halb 11 war dann Schluss, und ich war restlos begeistert. So hart es war ein Idol meiner Jugend so sehr gealtert zu sehen, so großartig war es Everlast endlich mal live zu sehen und vor allem zu hören. Denn rein von der Musik her klingt er noch genau wie früher.

 

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