Konzertkritik: Danko Jones, 3.5.2013, Garage Saarbrücken

Boo at us for not coming back sooner!

Das kanadische Trio Danko Jones um den gleichnamigen Sänger, den wir vergangene Woche interviewen durften (Interview), beehrte am gestrigen Freitag die Garage in Saarbrücken und spielte die zweite Show ihrer Rock And Roll Is Black And Blue Tour, die das im vergangenen Herbst erschienene gleichnamige Album unterstützen soll.

Die Garage war zu Beginn schon relativ gut besucht und verbleibende Lücken schlossen sich relativ schnell als die schwedische Metal-Band Bombus die Bühne betrat. Das Quartett, das durchaus auch Stoner-Einflüsse haben dürfte, spielte ihr Set zu ordentlichem Applaus. Viele wippten oder nickten artig mit, einige ließen sich auch zu etwas größeren Gefühlsausbrüchen hinreißen. Mir persönlich fehlte der Musik ein bisschen das besondere und so konnten mich die Göteborger nicht unbedingt umhauen. Schlecht war ihr Konzert jedoch nicht.

Nach etwas längerer Umbaupause, die in Gedenken an den in der Nacht auf Freitag verstorbenen Slayer-Gitarristen Jeff Hanneman mit Raining Blood beendet wurde, schickte sich dann schließlich der Hauptact des Abends an, die Leute ordentlich zu unterhalten. Wie schon im Interview mit uns erwähnt, verzichtet das Trio dabei auf sämtliche Gimmicks wie Pyrotechnik oder aufwändige Lichtshow und lässt einfach die Musik sprechen. Dies gelang dann auch recht einfach, denn das Publikum war vom ersten Ton an voll dabei und bejubelte den Einlauf der Band bereits lautstark. Im Gegensatz zum letzten Konzert der Band in Saarbrücken, welches im November 2010 stattfand auch wenn Sänger Danko darauf bestand, dass es 26 Monate her sei, suchte der charismatische Frontmann den Kontakt und Dialog mit dem Publikum sehr stark und scherzte ausgiebig zwischen den Songs. Das Set bestach durch zwei Einzelheiten: 1. waren nur wirklich gute Songs der Band vertreten und 2. spielten sie extrem wenige Songs des neuen Albums, was aufgrund des Namens der Tour doch etwas überraschend war, dem Publikum aber ziemlich egal zu sein schien. Jeder Song wurde lautstark bejubelt, bei Publikumsbeteiligung wurde sehr artig mitgemacht und zwischendurch auch etwas gepogt.

Wie schon öfter also mal wieder ein toller Konzertabend in der Saarbrücker Garage, der jedem Anwesenden inklusive der Band selbst durchaus Spaß gemacht haben dürfte.

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