Konzertkritik: blackmail, 20.4.2012, Kleiner Club Garage Saarbrücken

Aller guten Dinge sind drei.

Im dritten Anlauf hat es endlich mal geklappt, dass ich blackmail live in Saarbrücken erleben konnte; beim ersten Versuch im Dezember 2008 trennten sie sich kurzfristig vom damaligen Sänger Aydo Abay, im vergangenen Dezember musste das Konzert dann wegen Krankheit vom neuen Sänger Matthias Reetz ausfallen. Der dritte Anlauf fand dann tatsächlich statt und das Warten hat sich absolut gelohnt!

Den Anfang machte das Duo Monopeople aus Trier, die nur mit Bass und Schlagzeug ziemlich abgefahrene Musik machen. Dass es nicht langweilig wurde, liegt daran, dass die beiden mit Loops arbeiten und somit ein ziemlich umfangreicher Klangteppich entsteht. Außerdem macht es einfach Spaß dem Schlagzeuger zuzuschauen, wie er drauf los drischt, als hätte ihm sein Drum-Kit physische Schmerzen zugefügt, für die er sich gerade rächt. Dem Großteil des Publikums im gut gefüllten Kleinen Club gefiel’s dem Applaus nach zu urteilen auch ziemlich gut. Zum Abschluss gab’s dann auch noch ein sehr geiles Cover von Iron Maidens The Number of the Beast.

Danach betraten dann blackmail die Bühne und legten ein wirklich gelungenes Set hin. Wenn ein neuer Sänger in eine Band kommt, fragt man sich ja immer unweigerlich, ob er besser oder schlechter ist als sein Vorgänger. Da mir der direkte Vergleich allerdings größtenteils fehlt, beschränke ich mich darauf, dass Matthias Reetz den Vergleich meiner Meinung nach auf keinen Fall scheuen muss, da er seine Sache wirklich gut macht. Die Songs des letzten Albums Anima Now!, die den Großteil des Sets der Koblenzer ausmachten, hatten ihn ohnehin schon zum Sänger, aber auch die älteren Songs waren sehr gelungen. Auch der Rest der Band lieferte eine sehr ordentliche Show ab, jedem, der ein Instrument in der Hand hatte, konnte man ohne Zweifel abnehmen, dass er genau wusste, was er tat und auch das Zusammenspiel saß perfekt.

Das Publikum nickte fleißig mit, einige tanzten auch ein bisschen und bedachten jeden Song mit ordentlich Applaus, so dass man an den Gesichtern der Band erkennen konnte, dass es Spaß machte, auf der Bühne zu stehen.

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