Konzertkritik: Anthrax, 11.07.2011, Garage SB

Die Band Anthrax hat seit ihrer Gründung 1981 sicherlich viele Hochs und Tiefs miterlebt. Nachdem sich, besonders in den ersten Jahren nach der Gründung, das Besetzungskarussell gehörig drehte, hatte man mit “Joey Belladonna” einen passenden Sänger gefunden. Nachdem dieser allerdings 1992 ausgestiegen war, übernahm “John Bush” von Armored Saint den Posten. Ab 2005 war die Band dann mit unterschiedlichen Sängern unterwegs. Auch stilistisch hat sich die Combo stetig weiterentwickelt, ohne allerdings ihre Herkunft zu verleugnen, denn diese Band macht Heavy-Metal…guten alten Thrash Metal mit Einflüssen aus anderen Stilrichtungwn wie z.B. Punk. Lange Zeit war es ruhig um die fünf Amerikaner. Nun sind sie wieder auf Tour und zwar – man höre und staune – wieder mit “Joey Belladonna” an der Röhre. Leider ist jedoch “Scott Ian” bei den Europakonzerten nicht mit von der Partie, da seine Frau ein Kind erwartet. Vertreten wird der Guitarrero von “Andreas Kisser” von Sepultura. Unter vielen anderen Tourstops (u.a. auch im Rahmen der Big-4 Tour), gab es nur zwei Konzerte der Band in Deutschland. Neben einem Konzert in Gelsenkirchen (mit Metallica, Slayer und Megadeth (Big-4 Tour)) gaben sich Anthrax die Ehre, die Garage in Saarbrücken zu rocken…und das tat man voller Inbrunst. Eröffnet wurde der Abend von den Heavy Metallern von Fozzy. Als zweite Vorband betraten die vier Briten von Skindred die Bühne und heizten den Zuschauern mit ihrem ausgefallenen Crossover-Sound, der irgendwo zwischen Metal und Raggae beheimatet ist, gehörig ein. Als dann der Hauptact die Bühne betrat, war die Garage am kochen. Los gings mit “Caught in a mosh”…und was soll ich sagen…die Jungs haben es tatsächlich immer noch drauf. Die Darbietung der Songs strotzt nur so vor Präzision und vor allem Energie. Davon könnten sich viele “jüngere” Bands eine Scheibe abschneiden. Es wurde ein Klassiker nach dem anderen runtergeholzt. Die Band besticht vor allem immer wieder durch den fabelhaften Gesang von ” Joey Belladonna” und grandiose Gitarrenarbeit. Wie zu erwarten, lag der Fokus der gebotenen Songs auf dem früherem Material der Band, also die Zeit, in der “Joey Belladonna” Sänger der Band war. Songs wie “Got the time”, “Antisocial”, “A.I.R.” und “Only” entfalten live einfach eine ganz andere Wucht als auf CD. Als Zugabe gab es nach dem Anspielen des Sepultura Songs “Refuse/Resist” dann noch “I am the Law”. Ein gelungenes Konzert! Super Sound! Hammer!

 

Hompage von Fozzy

Homepage von Skindred

Hompage von Anthrax

Homepage der Garage Saarbrücken

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