Konzertkritik: AntAttack Festival 2013, 13.4.2013, Lokschuppen Dillingen

Bunt gemischtes Eintagesfestival in Dillingen

Wie schon im Vorjahr (Bericht), durften wir auch dieses Jahr wieder beim AntAttack Festival in Dillingen dabei sein. Was die Zuschauer im Dillinger Lokschuppen erwartete, waren ganze zehn Bands unterschiedlicher Richtungen, die dem Publikum auf unterschiedlichste Art  zu gefallen versuchten. Den Beginn machten die Alternative-Rocker Everyday Circus aus Merzig, die somit ein Heimspiel hatten. Als nächstes folgte mit Versus You aus Luxemburg eine weitere Band aus der näheren Umgebung, die ihren feinsten Punkrock zum Besten gaben. Mit den Gothic-Nu-Metal-Jungs von Vampires on Tomato Juice wurde danach auch schon die nächste Stilrichtung abgedeckt, bevor es ein kleines Schmankerl für die Festival-Besucher gab: Die Ska-Punker Skin of Tears spielten eine exklusive Show, für die sie sich exklusiv für das diesjährige AntAttack kurz wiedervereinigten.

Nach und nach füllte sich der Lokschuppen auch ein bisschen mehr und so jubelten den Berliner Punkrockern Radio Havanna langsam aber sicher eine größere Menschenmenge entgegen, was sicherlich auch damit zu tun hatte, dass nun eben auch die etwas bekannteren und überregionalen Bands an der Reihe waren. Die Kalifornier Nations Afire, die aus (Ex-)Mitgliedern von Ignite, Death by Stereo und Rise Against bestehen hatten den längsten Anreiseweg und gaben dennoch richtig Gas. Die internationale Runde schlossen dann die Londoner Newcomer Apologies, I Have None, welche mit ihrer Art des Folk-Punks zwar zu gefallen wussten, dem Großteil des Publikums aber leider nicht bekannt waren.

Der Abend wurde dann mit einer Deutschrock-Runde beschlossen, die von Wirtz eingeleitet wurde, welcher einen beachtlichen Teil des Publikums angezogen hatte, der es sich prompt vorne gemütlich machte und den ehemaligen Sänger von Sub7even und seine Band feierte. Gegen Ende des Abends kamen dann auch noch viele Mädels auf ihre Kosten, denn mit Bakkushan spielte eine Band, deren Musik stark an Madsen erinnert, aber noch deutlich stärker auf die Zielgruppe weiblich abzielt. Auch sie hatten das Vergnügen vor einer großen Menge spielen zu dürfen und viel Applaus einheimsen zu können. Zum Abschluss gaben schließlich Jennifer Rostock ihre Stücke zum Besten und machten ihrer Rolle als Headliner des Festivals alle Ehre. Dabei zeigten sie Witz, Sängerin Jennifer viel Haut und nebenbei auch noch, dass sie auch eine sehr ordentliche Liveband sind, die sich nicht zu verstecken braucht.

Alles in allem war es mal wieder ein spaßiger Tag in Dillingen. Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!

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