Konzertkritik: A Wilhelm Scream & Nothington, 18.4.2012, Exhaus Trier


Auf die Fresse!


Was für ein Abend! Der Balkensaal des Trierer Exhauses wurde ordentlich auseinander genommen von A Hurricane’s Revenge, Nothington und A Wilhelm Scream, aber der Reihe nach:

Den Anfang machten A Hurricane’s Revenge aus Trier, die also ein Heimspiel hatten. Und die vier Herren legten gut los: mit treibenden Gitarren, eingängigen Melodien, coolen Basslines und starkem Drumming zeigten sie, dass Punkrock nicht aus Übersee kommen muss, um gut zu sein und ordentlich nach vorne zu gehen.

Als nächstes bestiegen die 4 Kalifornier von Nothington die Bühne im sich langsam immer mehr füllenden Exhaus. Wie wir schon am Samstag beim AntAttack Festival berichtet haben, sind die Jungs eine großartige Liveband, die es ausgezeichnet verstehen, kalifornischen Punkrock mit einer Prise Gainesville-Feeling zu verknüpfen. Heraus kommt eine energiegeladene Mischung, der man sofort anhört, dass viel Herzblut in die Musik geflossen ist und dass die Jungs zu dem stehen, was sie da von sich schreien. Das Publikum fing auch langsam aber sicher an, in die richtige Stimmung zu kommen und sang teilweise auch mit.

Zum krönenden Abschluss legten A Wilhelm Scream wie bisher immer ein wahnsinniges Brett hin. Ich komme bei den 5 Jungs aus Massachusetts einfach immer ins Schwärmen. Egal, wo man hinguckt, absolute Präzision gepaart mit brachialer Gewalt und Energie. Es ist gar nicht so leicht, die Jungs in einem Moment zu erwischen, in dem sie gerade nicht alles geben und alles in den aktuellen Song reinlegen. Egal, ob es wahnsinnige zweistimmige Gitarrenmelodien zwischen den beiden Gitarristen Mike und Trevor, die absolut abgefahrenen Basslines von Brian oder das unheimlich schnelle, aber dennoch punktgenaue Drumming von Nick ist, nirgendwo kann man sich satt sehen und das Zusammenspiel passt einfach. Dazu schreit sich Sänger Nuno die Seele aus dem Leib und vermittelt seine immer intelligenten Texte. Das Publikum im bis dahin mittlerweile gut gefüllten Balkensaal dankte es dem Quintett und schrie, jubelte, tanzte und pogte teilweise sogar fleißig mit.

Wie bereits eingangs erwähnt, alles in allem ein großartiger Abend mit drei klasse Bands, die ihr bestes gegeben haben. Jeder, der nicht da war, hat definitiv was verpasst!

 

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