Konzertkitik: Meat Loaf, Last at Bat – Farewell Tour, 25.04.2013, Festhalle Frankfurt

ml

Der Zug schnaufte ins Ziel..

…so könnte man die Meat Loaf Performance in des Meisters eigenen Worten wohl am besten beschreiben. Am vergangenen Donnerstag zeigte der Virtuose auf seiner Farewell Tour in der Frankfurter Festhalle, was  noch in ihm steckt.  Begeisterte Fans feierten Marvin Lee Adays „Sex Show“, in dem sie lautstark seine Songs mitsangen und sich an der Bühnenshow erfreuten, gespickt mit Riesenfledermaus, poppenden Gummipuppen und Kunststoffpuppen aller Interpreten.

Teil eins des Konzerts vor der fünfzehnminütigen Pause ließ sich noch etwas verhalten an, die Fans kamen nicht richtig in Schwung. Auch „Meat“ hatte gehörige Schwierigkeiten, nicht völlig aus der Puste zu kommen. Und obwohl die Stimme noch immer gigantisch ist, an machen Stellen waren deutliche Unterschiede zu jüngeren und auch körperlich gesünderen Zeiten zu hören. So zitterten Stimme und Arm stellenweise im Takt und es wurde besorgniserregend ins Mikrofon geschnauft.

Auch wenn sich wohl viele der Fans fragten, ob und wie das Idol wieder auf die Bühne tritt oder eben doch unter einem Sauerstoffzelt bleiben muss, so wurden sie doch von einem deutlich besseren zweiten Teil überrascht. „Meat“ schaltete einige Gänge hoch und auch die Songauswahl dürfte mehr nach Geschmack des Publikums gewesen sein. Angefangen mit „Bat Out Of Hell“ (1977) samt Riesenfledermaus fanden Sänger und Publikum nun doch noch in die richtige Form zurück. Nun folgten alle weiteren Hits: „You Took The Words Right Out Of My Mouth“, „Paradise By The Dashboard Light“ und als Zugabe „I’d Do Anything For Love“. Zwischen den Songs wurden Bilder aus früheren Zeiten und Kommentare eingespielt. So auch Meat, wie er seinen Durchbruch erklärte: Er habe vor der Band gestanden und gesagt, er sei der Zug und wer sich als Wagon anhängen wolle, sollte dies tun. Die anderen müssten nun aussteigen. Dann habe alles begonnen.

Der Verdacht liegt aus gesundheitlichen Gründen nahe, dass diese Farewell-Tour nicht die erste von fünf, sondern wirklich der Abschied sein wird. Wer immer Meat Loaf schon mal sehen wollte, sollte zu den Folgeterminen der Tour fahren. Auch wenn „Meat“ zu den Altstars gehört, an denen die Zeit ihre Spuren deutlich hinterlassen hat, war es dennoch ein tolles Konzert und ist einen Besuch wert.

Homepage: www.meatloaf.net

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