Konzertbericht: Tim Vantol, 1.11.2013, Das Modul Saarbrücken

Trotz Tanzverbot ein guter Konzertabend

Dass das total unsinnige Tanzverbot auch zu etwas Gutem führen kann, konnte man am vergangenen Freitag im Saarbrücker Modul sehen. Denn das vom JUZ Försterstraße und Modul zusammen veranstaltete Konzert der Live Record Club Serie, welche übrigens immer am ersten Freitag des Monats stattfindet, war überraschend gut besucht. Ob das jetzt den angekündigten Interpreten oder der Tatsache geschuldet war, dass sonst quasi nichts in Saarbrücken los war, lässt sich natürlich nicht eindeutig beantworten. Ich denke allerdings, es war wohl eine Mischung aus beidem. Das wichtigste ist am Ende jedoch eigentlich nur, dass das zahlreich erschienene Publikum ein gutes Konzert geboten bekam.

Zunächst trat der deutsche Singer-Songwriter Tiger Youth auf, der für meinen Geschmack ein bisschen zu ruhig begann, so dass ich zu Beginn nicht ganz sicher war, ob er das Publikum erreichen können wird. Im Laufe des Konzertes löste sich diese Befürchtung allerdings dann doch in Luft auf, denn die weiteren Songs luden doch zum Mitwippen ein und das Publikum honorierte die Songs auch brav mit dem angebrachten Applaus. Sein Set, das aus deutschsprachigen Songs bestand, die mich teilweise ein bisschen an Kettcar erinnerten, dauerte ca. 40 Minuten und am Ende konnte man sich über einen wirklich guten Support-Act freuen.

Nach kurzer “Umbaupause” schickte sich dann schließlich der Niederländer Tim Vantol an, das Publikum mit seinen Songs zu unterhalten. Anders als zuletzt beim Riez Indoor Festival (Bericht), wo wir ihn das letzte Mal sahen, trat er wieder ohne Band auf und lieferte eine angenehme Mischung aus Songs von seinen beiden bisher erschienen Alben Road Sweet Road und  If We Go Down, We Will Go Together! Das Publikum honorierte jeden einzelnen Song artig, wirkte jedoch immer ein kleines bisschen schüchtern, was aber nicht bedeuten soll, dass die Stimmung nicht trotzdem gut war. Zum Abschluss des Konzertes lud Vantol seinen Support dann noch mal ein, ein Lied mit ihm zusammen zu spielen und da es aus technischen Gründen nicht anders möglich war, spielten die beiden den Song einfach unplugged mitten im Publikum stehend.

Sehr positiv zu erwähnen ist außerdem, dass das Publikum sich doch relativ wenig während der Songs unterhielt, was ja leider bei Singer-Songwriter Konzerten immer wieder eine extrem negative Nebenerscheinung ist.

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