Konzertbericht: Thees Uhlmann & Band – Live 2013, 12.11.2013, Garage Saarbrücken

Thees

Ein perfekter Konzertabend

Wo soll man mit einer ultimativen Lobhudelei für einen der (meiner Meinung nach) momentan spannendsten deutschen Künstler anfangen? Am besten beim Support-Act. Rob Lynch hieß dieser, kommt aus London (was man an seinem unverwechselbaren Cockney-Akzent hören konnte), hat gerade erst einen Plattenvertrag beim Label Grand Hotel van Cleef unterschrieben und konnte mich vom ersten Lied an begeistern. Mit seiner sympathischen Art und seiner Musik die direkt zum Mitsingen animiert war er die perfekte Einstimmung auf den restlichen Abend.

Nach der kurzen Umbaupause kam dann endlich: Thees Uhlmann. Oder wie ich ihn seit gestern Abend nenne: den großen Geschichtenerzähler. Das hatte ich bereits vor zwei Jahren bie seinem Auftritt beim Southside-Festival erlebt, ein Auftritt von Thees Uhlmann unterscheidet sich von denen der meisten Acts. Diese spielen meist nur ihre Lieder und interagieren ab und an durch ein: „Wie geht’s euch“ oder „Schön hier zu sein“ mit dem Publikum. Thees hingegen nimmt sich einfach mal die Zeit zwischen den Songs Geschichten aus seinem Leben zu erzählen. Dadurch erfährt man z.B. dass er Verwandte im Saarland hat, die er aber nur selten in seiner Kindheit besucht hat. Dass seine ersten Auftritte ihn mit Anfang 20 nach Bexbach und Bous geführt haben. Oder dass er großer Fan des saarländischen Punk-Fanzines „ZAP“ war. Auch das Publikum ging gerne auf das Erzählte ein und garnierte die Geschichten immer wieder mit Zwischenrufen und Kommentaren. Musikalisch wurden bei über 1 ½ Stunden Spielzeit fast alle Lieder der beiden Solo-Alben gespielt. Ich persönlich habe  „Sommer in der Stadt“ und “Paris im Herbst” vermisst. Während das Fehlen des ersten aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse aber sicherlich zu verschmerzen war, hätte das zweite sicherlich gut gepasst. Naja, seis drum, man kann nicht alles haben. Durch den steten Wechsel von ruhig/nachdenklich zu schnell/tanzbar und wieder zurück wurde dem Publikum eine durchgängig unterhaltsame Mischung geboten. Die Zuschauer dankten es indem sie immer gut mitgingen. Zudem merkte man Thees den Spaß auf der Bühne an, was sich unter anderem daran zeigte, dass er eine zweite Zugabe spielte. Das habe ich schon eine Weile nicht mehr erlebt und ist leider viel zu selten geworden.

So kann ich, wie oben bereits erwähnt, nur sagen: das war ein perfekter und gelungener Konzertabend, der mir sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Rob Lynchs GHvC Seite

Homepage von Thees Uhlmann

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