Konzertbericht: Saarlopalooza 2013, 2.11.2013, Saalbau St. Wendel

Nettes Indoor Festival mit einem sehr gemischten Line Up

Am gestrigen Samstag durften wir zum ersten Mal beim Saarlopalooza Indoor Festival zu Gast sein, welches bereits schon im Vorjahr stattfand und somit in seine zweite Runde ging. Die Veranstalter hatten ein sehr gemischtes Line Up zwischen Punk, Hardcore und Alternative Rock zusammengestellt und erhofften sich so, ein möglichst breites Publikum anzusprechen und in den St. Wendeler Saalbau zu locken, was leider trotz eines noch dazu mehr als fairen Eintrittspreises von 15€ im Vorverkauf nicht so ganz aufgegangen sein dürfte. An den Bands konnte es eigentlich nicht gelegen haben, denn das Line Up bestand zum Großteil aus national durchaus bekannten Bands.

So traten beispielsweise schon zur Mittagszeit die Deutschpunker von Casanovas schwule Seite zur “Kaffe & Kuchen Show” auf, welches wohl zum Zweck hatte, das liebe Publikum möglichst früh nach St. Wendel zu ziehen. Für die Uhrzeit war der Saal dann auch ganz ordentlich besucht, aber weit davon entfernt richtig voll zu sein. Das Konzert selber stellte wohl nicht nur für mich das Highlight des Festivals dar, die musikalisch untermalten lyrischen Ergüsse von Sänger Claus wurden mitskandiert und jeder Song am Anschluss mit ordentlich Applaus bedacht.

Leider wurde es danach bei Continental, der neuen Band des Dropkick Murphys Gründers Rick Barton, extrem leer vor der Bühne. Streetpunk Marke Boston scheint eben nicht zu den Favoriten des Publikums gezählt zu haben. Schade eigentlich, denn schlecht waren sie nicht, aber leider kann man da eben nichts machen.

Als dann die lokale Band Christmas die Bühne betrat, war es dann auf einmal wieder richtig voll vor (und auch auf) der Bühne. Da spielte sicherlich die Anwesenheit der lokalen Jugend eine große Rolle und und so feierte der Saal die offensichtlich betrunkene Band und ihren Deathpunk à la Turbonegro. Auch bei der saarländischen Hardcore Band Dislocate ging es vor der Bühne richtig gut ab und die Herren lieferten außerdem auch noch eine gute Show. Ich bin ja eigentlich kein großer Fan normaler Hardcore Bands, aber das war wirklich eine gute Show.

Im Anschluss verließen dann die meisten Hardcore Fans die Halle vorerst wieder, als dann mit Duesenjaeger und KMPFSPRT  noch einmal zwei punkigere Bands auftraten. Die Stimmung war jedoch bei beiden Bands recht gut und jeder Song wurde mit ordentlich Applaus bedacht.

Zu Hammerhead füllte sich dann der Raum wieder deutlich, denn die Hardcore Veteranen schienen dann doch der Hauptgrund für die meisten gewesen zu sein, das Festival zu besuchen. Da sich der Soundcheck dann aber leider ziemlich verzögerte, konnte ich die Band leider überhaupt nicht mehr hören, bevor ich zum Zug musste und verpasste dann auch noch den Light Night Special Guest Die toten Crackhuren im Kofferraum.

Alles in allem ein nette Festival mit durchmischtem Line Up und leckerer veganer Verpflegung. Hoffentlich hat es sich für die Veranstalter gelohnt und es gibt auch nächstes Jahr wieder eine Ausgabe dieses Indoor Festivals.

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