Konzertbericht: Royal Republic, 25.11.2013, Garage Saarbrücken

Das macht Laune

Wer irgendwie was mit Alternative am Hut hat, war gestern hoffentlich in der Garage und hat sich das Konzert der Schweden Royal Republic angeschaut. Wenn nicht, dann hat er oder sie mindestens eines der besten Konzerte diesen Jahres im großen Saal verpasst, denn sowohl die Performance auf als auch vor der Bühne passte einfach.

Bevor es richtig los ging, durften jedoch zunächst die Hamburger Pop-Punk Combo Montreal dem Publikum einheizen und das Trio machte seine Sache doch recht ordentlich. Über die Musik lässt sich freilich ein bisschen streiten, aber wer auf die Donots oder Itchy Poopzkid steht, dürfte ganz allgemein seinen Spaß an der Musik gehabt haben. Da das Publikum doch auch recht jung war – per Handzeichen während des Konzerts meldeten sich gut 3/4 bei der Frage, wer in den 90ern geboren wurde – war das wohl auch die perfekte Vorband für diesen Abend. Da konnten auch kleine technische Schwierigkeiten nichts an der guten Laune ändern, die im Raum herrschte, als der Support dann schließlich nach etwa einer Dreiviertelstunde die Bühne wieder verließ.

Als dann nach einer etwas längeren Umbaupause schließlich Royal Republic die Bühne betraten, war das Publikum sofort voll dabei. Jeder Song wurde lautstark gefeiert, mitgegrölt, mitgepogt und mitgestagedived. Solch eine gute Stimmung habe ich bisher selten im großen Saal der Garage miterlebt. Auch eventuelle Zweifel, ob dieser erneute Besuch auch nur annähernd an das Konzert im Kleinen Klub vor knapp drei Jahren herankommen würde, wurden schnell beseitigt, wobei die extrem intime Atmosphäre natürlich nicht wirklich aufkam. Sei’s drum, wäre es genau das gleiche Konzert gewesen, hätte man sich hinterher wohl noch gefragt, ob es sich gelohnt hat. Gestern konnte man diese Frage eigentlich nur mit einem eindeutigen, lauthalsen “Ja” beantworten. Doch nicht nur gute Musik macht das Quartett aus Schweden, sympathisch sind sie auf der Bühne auch noch, erzählen ein paar nette Anekdoten aus ihrer Bandgeschichte und freuen sich wirklich aufrichtig über den gespendeten Applaus. Was ich vor allem auch noch nie gesehen habe war, dass eine Band es dem Publikum gleichtut und beim mittlerweile verbreiteten auf-die-Knie-gehen auch mitmacht.

Alles in allem also mal wieder ein richtig starker Konzertabend in der Garage und jedem, der sie noch nicht live gesehen hat, kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen, sich diese vier Schweden mal zu geben.

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