Kritik: In Extremo – “Sterneneisen”-Tour 2011, 14.04.2011, Mechanische Werkstatt St. Ingbert (Special Guest: Fiddler’s Green)

In Extremo und Fiddler’s Green zusammen in der Mechanischen Werkstatt in St. Ingbert

Mann Mann Mann, das war sicherlich ein Ohrenschmaus für alle Dagewesenen. Dass In Extremo routiniert gute Konzerte abliefern, durfte im Vorfeld keiner bezweifelt haben. Neu war sicherlich, dass eine Vorband mitgebracht wurde, die eigentlich schon alleine dazu geeignet ist, schweißnasse TShirts hervorzurufen. Fiddler’s Green, die bayrischen Irish-Indie-Speedfolker, sorgten mit 45 minütigem Programm, das größtenteils aus einem Querschnitt der beiden letzten Alben “Drive me mad” und “Sports Day at Killaloe” bestand, nicht für das typische vorbändliche “Einheizen”. Nein, sie lösten Jubelstürme aus, die man so selten bei Vorbands erlebt. Nun, womit hängt dies zusammen? Fiddler’s Green und In Ex hegen seit Jahren eine Bandfreundschaft. Sie haben schon auf so vielen Festivals zusammen gespielt, man kennt und schätzt sich. Gute Idee der Bands, sowas sollte es öfter geben!

In Ex (so die Kurzform des Bandnamens) hingegen haben ihren Stil ein wenig geändert. War man früher eine typische Mittelalterband, ist man heute eher dem (Hard-)Rock verschrieben. Wo die Band einst herkam, ist natürlich immer noch hörbar, hat sie doch in den langen Jahren ihres Bestehens einen großen Fundus an Hits aufgebaut. Den Fans gefiel das Konzert natürlich. Jeder Song, auch das ein oder andere Füllding im Mittelteil wurden enthusiastisch aufgenommen. Auch die Songs des neuen Albums “Sterneneisen” reihten sich mühelos in die durchaus gemischte Setlist ein. Mehr erwartet man als Fan auch gar nicht. Und dass In Ex sich immer noch davor zieren, auf den selten Lala-Popzug aufzuspringen wie Unheilig, Schandmaul und Co. macht die Band unglaublich glaubwürdig. Weiter so…

Ein großes Lob geht zudem an die Veranstalter, die die Mechanische Werkstatt in St. Ingbert als Location aussuchten. Mit ihrem alten, verbrauchten Charme passte sie wunderbar ins Bild des mittelalterrockigen-irish-independent-speedfolkigen Abend.

Bandhomepages:

www.inextremo.de

www.fiddlers.de

 

[amazon_link id=”B004J21H9I” target=”_blank” locale=”DE” container=”” container_class=”” ]In Extremo – Sterneneisen bei amazon.de[/amazon_link]

 

2 Gedanken zu „Kritik: In Extremo – “Sterneneisen”-Tour 2011, 14.04.2011, Mechanische Werkstatt St. Ingbert (Special Guest: Fiddler’s Green)“

  1. Also ich war gestern auch bei dem Konzert. War die “Vorgruppe” der absolute Hammer, hat mir das was man im allgemeinen Sound nennt bei inex überhaupt nicht gefallen. Die Jungs machen Musik und Malen keine Bilder. Was da gestern dem Publikum zugemutet wurde war unter aller Kanone. Das man einen brillanten Sound in solchen Räumlichkeiten kaum leisten kann versteht jeder. Das aber verschiedene Instrumente in einem barbarischen Krach (denn anders kann man das nicht nennen was da abgeliefert wurde) neben den wirklich guten Arrangements die da auch live gespielt wurden, absolut nicht zu hören waren, sollte nicht den Ansprüchen einer Spitzenband genügen. Schade!!

  2. Also ich kann mich der Meinung meines Vorgängers nur anschließen.
    Es hätte ein tolles Konzert werden können,optisch war es das auch. Mir ist unbegreiflich wie man ein Konzert durch einen solchen miserabelen Soundmix so zerstören kann. Bass und Schlagzeug haben alles übertönt. Schmeißt den Mann am Mischpult raus.Jeder Laie hätte das besser gemacht. Das Konzert war keinen müden Euro mehr Wert.
    Herzlichst….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.