Antattack Festival – 14.04.2012, Lokschuppen Dillingen/Saar.

Ich mag kleine Festivals. Sie sind unstressiger und gemütlicher als ihre großen Pendants. Auf das Antattack in Dillingen trifft genau dies zu. Obwohl es erst vor 2 Jahren das erste Mal stattgefunden hat, erfreut sich das sympathische Festival jetzt schon großer Beliebtheit. Und das zu recht. Es ist hervorragend organisiert, für das leibliche Wohl ist mit mehreren Essens- und Getränkeständen gesorgt und die Preise sind fair. Der Lokschuppen in Dillingen bietet außerdem eine tolle Location für alle Freunde der härteren Musik. Und auch bei dem was ein Festival ausmacht, den Bands, kann das Antattack überzeugen.

Schon das Mittagsprogramm war mit kleineren, aber trotzdem hervorragenden Bands besetzt. Den Anfang machten die Lokalmatadoren Project 54 aus Trier und The Satellite Year aus dem Saarland.  Danach folgten die sympathischen Stuttgarter Not Available, die großartigen Nothington (die am kommenden Mittwoch als Support von A Wilhelm Scream im Exhaus in Trier auftreten werden. Wir werden berichten), die Ska-Band Rantanplan und meine Überraschung des Nachmittags Grossstadtgeflüster. Diese 3-köpfige Berliner Truppe rund um die Sängerin Jen Bender war mir vorher gänzlich unbekannt und überraschte mich (und wohl auch einen Teil des Publikums) mit ihrer tanzbaren Pop-Electro-Punk Mischung. Das machte erstaunlich viel Spaß, besonders weil es ein krasser Gegenprogramm zu den restlichen Bands darstellte. Spätestens jetzt war das Publikum gut für die restlichen Bands angeheizt.

Am frühen Abend kamen dann auch die Bands, für die wohl ein Großteil des Publikums angereist war. Dritte Wahl boten eine souveräne Punk Show, bei der mir besonders der Rainer Langhans –Verschnitt am Keyboard im Gedächtnis geblieben ist. Danach folgte mein Anti-Highlight des Abends die Assi-Punk Band Die Kassierer. Ich kann mit deren assozialer Art einfach nichts anfangen. Mögen die Texte auch teilweise lustig sein, die Herren auf der Bühne sind es meiner Meinung nach einfach nicht, sondern einfach nur eklig. Der Rest des Publikums sah das hingegen anders (Geschmäcker sind zum Glück ja verschieden) und die alten Herren wurden frenetisch gefeiert. Immerhin folgte daraufhin die Band, auf die ich mich am meisten gefreut hatte: Turbostaat. Ich kann jedem nur empfehlen, sich die Jungs einmal live anzuhören und dann am besten alle Alben zu kaufen. Selbst in der kurzen Stunde die sie Zeit hatten boten die Flensburger ihren Fans eine großartige Show mit tollen Lichteffekten und genialen Texten zum Mitgröhlen. Zum guten Schluss beehrten dann noch die Emil Bulls das kleine Antattack Festival. Sie machten ihrem Headliner-Status sowohl musikalisch, als auch Bühnenshow-technisch alle Ehre und brannten den Lokschuppen noch einmal richtig ab. Wer danach immer noch nicht müde war, konnte sich noch bei Mambo Kurt in der Aftershow-Party auspowern. Wir konnten leider nicht mehr so lange bleiben, weil wir den letzten Zug nach Saarbrücken erwischen mussten. Damit ging ein langer Tag für alle Beteiligten zu Ende und ich denke, dass sowohl das Publikum als auch Veranstalter und Bands mehr als glücklich nach diesem tollen Tag waren. Ich war es jedenfalls. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder!

Ein Bericht von Andreas Farner und Marco Kuznik

Antattack-Festival Homepage

5 Gedanken zu „Antattack Festival – 14.04.2012, Lokschuppen Dillingen/Saar.“

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