Preview: „Männer im Wasser“

Eine „Charakterstudie“, in der gestandene Männer Grazie und Anmut lernen und gegen Vorurteile ankämpfen. Wir durften den Film vorm Start (19.08. , siehe auch Kino-Neustarts) exklusiv für euch schon mal antesten.

Irgendwie kamen die begeisterten Hockey-Spieler zum Synchronschwimmen wie die Jungfrau zum Kind. Was ursprünglich als Jux für einen Junggesellenabschied geplant war, wird bald zu einem wichtigen Bestandteil in ihrem Leben und führt sie immerhin am Ende sogar zur Weltmeisterschaft. Doch bis dahin muss Teamchef Frederik noch einige Steine aus dem Weg räumen. Es gilt eine Schwimmhalle zu organisieren, einen Trainer zu besorgen und die Jungs zusammenzuhalten. Auch die Tatsache, dass seine pubertierende Tochter gerade bei ihm eingezogen ist, macht die ganze Angelegenheit nicht unbedingt einfacher. Aber auch der Rest der Truppe muss sich mit ganz elementaren Lebensfragen auseinandersetzen: Wollen Sie ihre feminine Seite wirklich entdecken? Warum lächeln Synchronschwimmer immer? Darf ein gestandener Mann eine Pediküre machen und sie dann auch noch klasse finden? „Männer im Wasser“ geht diesen Fragen mit einer gehörigen Portion Humor gekonnt auf den Grund.

Der Grundaufbau dürfte einigen wohl bekannt vorkommen, aus Filmen wie „Ganz oder gar nicht“ oder „Kalender Girls“ jedoch findet hier Regisseur und Drehbuchautor Mans Herngren seinen eigenen Weg und seinen eigenen Humor diese Geschichte zu erzählen. Gerade die oftmals eher vom großen Publikum verkannten europäischen Produktionen, hier eine Kooperation von Deutschland und Schweden, schaffen es immer besser, ganz im Gegenteil zu den „großen“ Hollywood-Klamauk-Komödien den richtigen Ton anzuschlagen und nie die Grenze des guten Geschmacks zu überschreiten nur, um vielleicht einen zusätzlichen Lacher zu bekommen. Sowohl eine hervorragende Besetzung als auch der absolut passende Soundtrack tragen ihren nicht unerheblichen Teil  zum Kinoerlebnis bei. „Männer im Wasser“ schafft es mit Leichtigkeit den „geneigten“ Kinozuschauer mit einem guten Gespür für Situationskomik und Alltagswitz zu begeistern.

Schulnote: sehr gut –

Regie: Mans Herngren
Darsteller: Jonas Inde, Amanda Davin, Andreas Rothlin-Svensson u.a.
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Länge: ca. 98 min.

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