Kurzkritik: Bis nichts mehr bleibt, ARD, 31.03.2010, 20.15 Uhr

Was wurde alles über den Film berichtet?! Der erste Film (keine Doku !!!),  der sich mit Scientology und ihren Machenschaften beschäftigt. Geheim musste gedreht werden, da Scientology ja die Augen überall hat, ein ganz heißes Eisen also…

Ohne den Film jetzt inhaltlich bewerten zu wollen, aber was war das wieder für ein schauspielerischer Mist. Kai Wiesinger – an sich in Deutschland ja schon als Schauspieler irgendwie geschätzt – agierte dermaßen hölzern als Scientology Rechtsanwalt, dass man fast Mitleid haben müsste, hätte man ihn wirklich als Anwalt verpflichtet.
A propos Anwalt: Das war ja mal wieder granatenmäßig recherchiert ARD. Da “sieht man sich vor dem Verfassungsgericht” wieder…eine solche Androhung…in einem Sorgerechtsprozess, der natürlich keine Zuschauer hat…und  dazu noch in einem riesen Verhandlungssaal geführt wird…klaaaaaaaar. Auch die Richterin, die scheinbar von gar nix eine Ahnung hat…wow…!

Was hätte man wirklich für einen interessanten Thriller aus diesem Material machen können… aber nee, es wurde wieder eine deutsche Soap in Filmform…Mist, schlecht, ohne Worte. Man hätte es ja eigentlich erahnen können, schließlich handelte es sich um eine Fernsehproduktion…Jetzt kann man sagen: Na und, Amifilme sind auch unrealistisch…JA! Das sind sie auch, aber sie wirken selten so amateurhaft lächerlich und selbst wenn werden sie nicht als knallharte Aufdeckungsfilme präsentiert.

Wenigstens rettete Frank Plasbergs anschließende Diskussion in “Hart aber fair” den Themenabend ein wenig.

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