Kurzinterview: Kai Wingenfelder (Wingenfelder:Wingenfelder, Ex-Fury in the Slaughterhouse)

 

Am 09. September erscheint ihr “Debut”-Album “Besser zu zweit” (wir berichteten), in welches wir ausschnittsweise schon auf der Fiesta Italiana in Homburg dieses Jahr reinhören durften. Kai Wingenfelder – die eine Hälfte von Wingenfelder:Wingenfelder, gleichzeitig auch Ex-Frontmann von Fury in the Slaughterhouse, stand uns für ein paar Fragen rund um seine neue Band, seine alte Band und diverse Zukunftspläne zur Verfügung:

Saarschall: Wir von Saarschall waren vor kurzem bei eurem Gig in Homburg. Live seid ihr ja sowieso eine Bank, euch allerdings auf deutsch singen zu hören, war neu.

Kai: Für mich auch, macht aber sehr viel Spass ! Und wir wollten uns so weit wie es geht von dem entfernen, was man von uns erwartet hat.

Saarschall: Wie kamt ihr auf die Idee eines rein deutschen Albums? Thorsten hatte das ja vorher schon mal praktiziert; zu Fury-Zeiten kam so was nicht in Frage…

Kai: Und da liegt auch der Hase im Pfeffer. Wenn wir ein englisches Album gemacht hätten wären wir ewig mit Fury verglichen worden. Dem wollten wir aus dem Weg gehen. Und Deutsch war die größere Herausforderung für mich.

Saarschall: Möchtet ihr diese musikalische Stilrichtung beibehalten oder können wir irgendwann wieder mit klassischem englischsprachigem Rock rechnen?

Kai: Erst mal machen wir jetzt das! Aber wie James Bond schon sagte: never say never

Saarschall: Was wird die Fans auf eurer Tour erwarten?

Kai: Unser Album, ein Best of unserer Soloalben und ausgewählte Fury Tracks im neuen Gewand. Aber vor allem jede Menge Spass.

Saarschall: Werdet ihr auch zukünftig auf der Bühne sitzen? Ich kann mich an die Fury-Akustik-Tour erinnern, auf der es hieß „Wir müssen uns ja dem Alter des Publikums anpassen

Kai: Nicht nur! Zum Pinkeln stehen wir auf!

Saarschall: Du hast in Homburg erzählt, dass Dir – wenn du ans Saarland denkst – immer die Story zu Fords Garage in Saarbrücken einfällt. Kannst du unsern Lesern mal genau erklären, was damals passierte?

Kai: Wir ham gespielt, die Leute hatten Spass, alles war toll. Nur der Veranstalter wollte die Gage nicht zahlen. Da hat ihn unsere Crew überzeugt, uns sein Auto zu überlassen, bis er mit der Gage rüberkommt. Am nächsten Morgen war sie dann im Hotel.

Saarschall: Auch an dich die Frage: Im Moment gibt’s eine regelrechte Comeback-Welle: Roxette, Alphaville, Alice Cooper, Iron Maiden usw. gehen wieder auf Tour; The Police und Genesis waren es schon. Die Hooters haben sich nach jahrelanger Auszeit wieder zusammengerauft und touren jährlich. Diese Konzis sind fast alle ausverkauft. Aktuelle „Stars“ müssen Tourneen wegen schlechter Ticketverkäufe absagen. Woran liegt das deiner Meinung nach? Ist die heutige Musik so schlecht und war die frühere so viel besser? Und was hälst du von solchen Spätcomebacks?

Kai: Alles OK für mich. Am Ende des Tages kommt es nur drauf an ob die Musik gut ist und irgendjemand das sehen bzw. hören will. Und das scheint ja der Fall zu sein.Ich finde es gibt heute ebenso grandiose Bands wie früher, aber anscheinend gibt die jüngere Generation ihr Geld eher für andere Dinge aus .

Saarschall: Bleibst du – nach dem überraschenden Auftritt bei Hannover 96 – dabei, dass die Furies niemals zurückkommen werden?

Kai: Spätestens wenn wir den Europapokal gewonnen haben, stehen wir wieder im Stadion auf der Bühne.

Saarschall: Ist die klassische deutsche Rockmusik tot? Fury weg, Scorpions weg, Westernhagen mehr oder weniger out

Kai: Nö!! Wir sind doch noch da! 🙂

 

Danke an Kai für das Interview.

Das Interview führte Patrick Kirsch.

 

Bandhomepage: www.wingenfelderwingenfelder.de

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