Kritik: Game Dev Story (iPhone, iPod)

 

VORSICHT! Game Dev Story macht süchtig! Solltet ihr in nächster Zeit wichtige Abgabetermine, Prüfungen oder aus sonstige Gründen keine Zeit haben, wird dringend davon abgeraten Game Dev Story zu spielen.

Alle Anderen erhalten für 2,99 € im iTunes-App-Store mit Game Dev Story ein Spiel, das ein tolles Preis/Leistungs-Verhältnis hat und irre viel Spaß macht.

Game Dev Story ist eine Wirtschaftssimulation, in der man sich sein eigenes kleines Spiele-Entwicklerstudio aufbaut und zu einem Imperium ausbaut. Man lebt also den Traum eines jeden Zockers.

Am Anfang startet man mit einem kleinen Budget und 2 Mitarbeitern. Man entwickelt mäßige Spiele und kleinere externe Aufträge um sein Budget zu erhöhen. Je mehr Geld man hat, desto mehr und bessere Mitarbeiter kann man einstellen und in ein größere Büros ziehen. Außerdem kann man vom fahrenden Händler allerlei nützliche Utensilien wie Grafik- Spaß-, Musik- oder Kreativitäts-Boosts kaufen, mit denen man seine Spiele verbessern kann, sowie Energy Drinks die die Leistung der Mitarbeiter verbessern. Dies alles dient dem Ziel immer bessere Spiele herzustellen, die es in die „Hall of Fame“ schaffen, also sehr gute Wertungen von Experten erhalten. Denn diese „Hall of Fame“-Spiele verkaufen sich um ein Vielfaches besser, man gewinnt immer mehr Fans, und es lassen sich Sequels von ihnen produzieren. Man kann also, wie jeder große Entwickler, die Kuh melken so gut es geht.

Spiele können für den PC, oder diverse Konsolen entwickelt werden. Die Konsolen im Spiel sind an reale Vorbilder angelehnt, (z.B. gibt es das „Super IES“ oder den portablen „Gamebox“ von Intendo), und es erscheinen in regelmäßigen Abständen neue Konsolengenerationen. Ist die eigene Firma erst groß genug, kann man sogar seine eigene Konsole entwickeln und Spiele dafür produzieren, was natürlich an Entwicklungskosten spart.

Ist die Auswahl zu Beginn noch recht begrenzt, werden mit der Zeit immer neue „Spiel-Genres“ und „-Themen“ freigeschaltet, so dass man vom „Roboter-Shooter“ bis zur „Dating-Simulation“ alles Mögliche an Spielen produzieren kann. Vor dem Produktionsstart der Spiele legt man außerdem die Richtung fest, welche man dem Spiel geben möchte. Soll es eher „putzig“, und leicht zugänglich sein, und damit ein jüngeres Klientel ansprechen, oder eher „realistisch“. 8 solcher Richtungen können mit Punkten bestückt werden. Je mehr Spiele man produziert, desto mehr Punkte zum Verteilen erhält man und auch die Level der „Genres“ und „Themen“ steigen an, wodurch die produzierten Games immer besser werden.

Nach 20 Ingame-Jahren ist das “Ende“ erreicht. Ende in Anführungszeichen, da ab diesem Zeitpunkt keine Statistiken zu Verkaufszahlen, Einnahmen und Spiele-Bewertungen mehr gespeichert werden. Nun kann man sich entscheiden ob man entweder unendlich weiterspielt, oder, und das ist der Clou, ein neues Spiel startet, bei dem alle bisher erspielten Punkte und Level erhalten bleiben. Dadurch wird einem der Start erleichtert und man produziert schneller gute Spiele und erwirtschaftet mehr Geld. Man kann also seinen alten „High-Score“ in Form von Verkaufszahlen verbessern. Dies wird selbst nach mehrmaligem Durchspielen nicht langweilig, da man mit diversen Ausrichtungen und Genres der Spiele experimentieren kann.

Grafik und Sound sind einfach und zweckmäßig gehalten. Die Grafik ist recht knuffig und ungefähr auf Gameboy-Advance Niveau. Der Sound kann auf Dauer etwas nervig werden, da sich Musik und Sounds ständig wiederholen. Die Textsprache ist im komplett auf Englisch, Sprachausgabe gibt es keine.

Insgesamt erhält man für den günstigen Preis ein volles Spiel-Paket, das einen Stunden und Tage fesseln wird. Absolute Kaufempfehlung! Ich erinnere aber an die Warnung vom Anfang: Game Dev Story macht süchtig!

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