Kinokritik zu „Kampf der Titanen“

Es war Regisseur Louis Leterrier („Transporter“), der sich an das actiongeladene Remake der gleichnamigen 80er-Jahre-Produktion herantraute. Er schickt „Avatar“-Star Sam Worthington auf eine Reise in die griechische Mythologie mit tatkräftiger Unterstützung von Schauspielgrößen wie Ralph Fiennes und Liam Neeson. Das alles könnte doch eigentlich recht unterhaltsam sein. Tja, aber eigentlich reicht eben nicht immer aus.

Story:
Weil die Menschen aufgehört haben zu den Göttern zu beten ist die Götterwelt in Aufruhr. Und so nimmt Göttervater Zeus (Liam Neeson) auch den Vorschlag seines Bruders Hades (Ralph Fiennes), eigentlich Herrscher der Unterwelt, an, die Menschheit für ihren Hochmut zubestrafen. Perseus (Sam Worthington), Sohn des Zeus und damit Halbgott, musste gerade erst mit ansehen, wie Hades seine irdische Familie tötete, bei der er aufgewachsen ist. Deshalb lässt er sich nicht lange bitten und zieht zusammen mit ein paar mutigen Männern gegen die Götter ins Feld. Bis Hades den finalen Gegner, den Kraken, entfesselt treten Perseus und seine Krieger gegen riesige Skorpione, Hexen und nicht zuletzt auch die Medusa an, die jeden Mann mit einem Blick in Stein verwandelt. Natürlich muss Perseus erst seine göttliche Herkunft akzeptieren, denn nur so kann er die Welt retten.

Fazit:
Irgendwie scheinen die Filmemacher bei allem 3D-Effekt die Handlung völlig zu vergessen und so bleiben die Charaktere ganz erschreckend eindimensional. Natürlich ist das Remake technisch besser, schneller und größer und dennoch nicht wirklich viel besser als das Original. Das alles hätte man dem Film vielleicht irgendwie verziehen, wenn das alles nicht so bierernst daher kommen würde. Und so schaffen es die Filmemacher hier selbst Verweise auf das Original so humorlos zu gestalten, dass man es auch gleich hätte lassen können. Humor blitzt lediglich bei der Optik des Olymps durch, denn dieser lichtdurchflutete, 80er-Jahre Kitsch kann nicht ernst gemeint sein!? Der Film dümpelt uninspiriert und leider auch völlig spannungslos in Richtung Finale, nicht einmal einen „Schafft-er-es-oder-schafft-er-es-nicht-Moment“ war es den Machern wert. Auch die Schauspieler Ralph Fiennes und Liam Neeson, die zugegeben noch das Beste an dem Film waren, konnten hier nichts mehr ausrichten. Was den 3D-Effekt angeht, hat der für mich hier nur eins bewirkt: der Eintrittspreis tat deutlich mehr weh!!!!

Schulnote: ausreichend-

Regie: Louis Leterrier
Darsteller: Sam Worthington, Ralph Fiennes, Liam Neeson, Gemma Arterton, u. a.
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 106 min.
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