Kinokritik: Auftrag Rache

Man möchte brüllen, schreien, sich einfach freuen. Die Helden der Kindheit kommen wieder. Und es werden wieder richtige Filme für Männer gemacht, bei denen die Handlung möglicherweise zweitrangig, dafür umso mehr Action, Gewalt und allerlei Schießerei drin ist. Nachdem uns Clint Eastwood bereits im letzten Jahr mit „Gran Torino“ wiederum ein Meisterwerk schenkte, Mickey Rourke das Wrestling mit „The Wrestler“ zurückbrachte und auch Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“ über die Kinoleinwand rollten, meldete sich nun Mel Gibson (hoffentlich auch bald mit der Ankündigung von Lethal Weapon 5) mit „Auftrag Rache“ eindrucksvoll zurück.

Gibson stand in den letzten Jahren aufgrund mehrerer Filme zur Diskussion. Wer erinnert sich nicht an die Medienschelte wegen der „Passion Chrisi“ oder zu „Apocalypto“?!
Nun ist er in „Auftrag Rache“ selbst wieder Darsteller und – was soll ich sagen – es ist ein typischer Mel Gibson Film.

Zur Handlung:

Thomas Craven (Mel Gibson) ist ein alteingesessener Detektiv bei einer kleinstädtischen Mordkommission. Kontakt zu seiner Familie pflegte er in der Vergangenheit kaum, sodass sein Verhältnis zu seinem einzigen Kind, seiner Tochter Emma (Bojana Novakovic), nicht als das klassische Vater-Tochter-Verhältnis gilt. Als sie ihn dennoch über ein Wochenende besuchen will, geschieht das Unfassbare. Scheinbar aus Zufall wird Emma vor der Haustür erschossen. Natürlich vermutet anfangs jeder Craven selbst als verfehltes Ziel. Craven nimmt selbst die Ermittlungen auf und kommt hinter ein geheimes Doppelleben seiner Tochter Emma, die offiziell für eine Atomenergiefirma arbeitete, jedoch im Untergrund gleichzeitig für eine Ökoaktivistengruppe aktiv war.

Emma fand korrupte Geschäfte heraus, die die nationale Sicherheit bedrohen könnten…

Fazit:

Angucken, angucken, angucken. Zwar ist Mel Gibson sichtlich in die Jahre gekommen; er gehört jedoch definitiv zur Gruppe der Altstars, die sich nichts mehr beweisen müssen, bei denen man einfach froh ist, dass endlich wieder ein Film von Ihnen im Kino läuft.

Der Film überrascht durch gewisse Wendungen und spart auch nicht mit Schockszenen.

Schulnote: gut +

Darsteller: Mel Gibson, Ray Winstone, Danny Huston, u.a.
Regie: Martin Campbell
Dauer: 117 Minuten
FSK: ab 16 Jahren

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