Interview mit Rainer Schulz (Fiddler’s Green, neues Album: Wall of Folk)

Pünktlich zur kommenden Tour stand uns der Bassist von Fiddler’s Green zu Fragen rund um die Band, das neue Album und Whiskey zur Verfügung

Saarschall: Was uns bei dem ersten Anhören eures neuen Albums „Wall of Folk“ (wir berichteten) sofort aufgefallen ist: Ihr seid wieder durchaus folkiger als bei den Vorgängeralben. Hatte man bei „Drive me mad“ und „Sports Day at Killaloe“ noch das Gefühl, dass das Ganze seit Peters Weggang eher in die Punkschiene mit lediglich Folkanleihen gleitet, überrascht ihr uns hier wieder mit einem Album im klassischen Folkrockstil, nahe an „Folk Raider“ oder „On and on“. War das beabsichtigt bzw. habt ihr das auch so wahrgenommen?

Rainer: Das war durchaus so beabsichtigt. Allerdings ohne dabei die Energie zu verlieren. Die letzten zwei Alben liessen sich schwerlich in ihrer Roughheit toppen ohne dabei den Grundcharakter der Band  zu verändern. Daher haben wir uns für eine andere Arbeitsweise entschieden bei der die Wildheit des Livespielens mit der Kontrolliertheit im Studio gepaart wurde.

Saarschall: Mit „Victor and his Demons“ habt ihr nach „Bugger off“ zum zweiten Mal ein offizielles Video gedreht. Die Zeiten, in denen MTV, Viva & Co. noch wirklich coole Musikvideos zeigten, sind lange vorbei. Warum also jetzt wieder ein Video?

Rainer: Gerade durch Youtube, Myvideo oder Spezialformaten im Digital-TV ist es für Bands unserer Grössenordnung wieder möglich eine Plattform zu bekommen. Wenn ausserdem in einer Newsmeldung einVideo dabei ist bekommt sie gleich ganz anders Gewicht

Saarschall: „Wall of Folk“ bekommt durchweg hervorragende Kritiken. Bei uns bekam das Album eine 1 mit Sternchen, die wir so noch nie vergeben haben; das Ding wird die Tour sicher rocken. Bei euren Vorgängeralben habt ihr bei den ersten Konzerten der Tour nahezu das gesamte jeweilige Album und 3-4 ältere Songs gespielt; andere Bands spielen auf Albumtouren 4-5 neue Songs und ansonsten einen Querschnitt aus der Bandgeschichte. Kannst du schon einen kleinen Ausblick zur Tour geben?

Rainer: Wir werden bestimmt weit mehr als die Hälfte der neuen Songs auch live spielen (normale und Bonus-CD zusammengerechnet) – Klassiker natürlich auch. Wir finden aber dass sich die neuen Songs nicht verstecken müssen. Unsere Fans sind auch immer heiss darauf neue Sachen zu hören. Bei anderen Bands könnte auch der Verdacht naheliegen dass mehr als vier Songs aus dem neuesten Album nicht rauszuholen sind…

Saarschall: Gibt es einen Ort/eine Stadt, in der ihr mal gerne spielen würdet?

Rainer: Ich befürchte wir waren innerhalb Deutschlands bereits überall. Die Zugspitze wär cool. Oder Düsseldorf. Da waren wir jeweils noch nie!

Saarschall: Welcher Whiskey ist der bessere? Irischer oder schottischer ?

Rainer: Irischer

 

Wir danken Rainer fürs Interview, welches Patrick Kirsch führte.

 

Bandhomepage: www.fiddlers.de

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[youtube Vj41xZHA5Eg]

Ein Gedanke zu „Interview mit Rainer Schulz (Fiddler’s Green, neues Album: Wall of Folk)“

  1. Ein gutes Interview. Besonders die Ankündigung, dass wieder viele neue Songs live gespielt werden.
    Mich überrascht es nur sehr, dass ihr bei “WoF” eine Parallele zu “FR” und “OaO” zieht. Die 3 Alben sind für mich jeweils ein Beispiel für sehr unterschiedliche (!) Zeiten.
    “OaO”: mehr Richtung klassischer Folk, teils mit Akustikgitarre
    “FR”: mehr Folkrock mit sehr technischer Produktionsweise
    “WoF”: Folkrockpunk mit dominanter E-Gitarre und erdiger Produktion
    Die einzige Parallele, die ich im Ansatz sehe, sehe bei den beiden Songs “Tarry Trousers” von “Nu Folk” und “P stands for Paddy”.

    Auch wenn das neue Album etwas mehr Folk als “Sportsday” beinhaltet, führt es doch die Reihe von “DMM” und “Sportsday” beharrlich fort.

    Gruß, Nora!

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