(Gast-)CD-Kritik: The Birthday Massacre – Imaginary Monsters

Das Projekt Birthday Massacre (BTM) ist natürlich längst kein Geheimtipp mehr in der Szene…

 

…und beglückt uns seit nunmehr fast 10 Jahren mit einer gelungenen Mischung aus Musik und Artwork. Die Fangemeinde dürfte sich also sehr darüber gefreut haben, dass sich die kanadische Gothic-Formation bereits ein Jahr nach dem letzten Album mit etwas Neuem zurückmeldet – wobei „neu“ relativ ist, aber dazu gleich mehr.

Erst noch ein paar Worte zum vorangegangenen Album „Pins and Needles“. Verglichen mit den früheren Werken von BTM wie „Violet“ oder „Walking with Strangers“ kam dieses Album etwas lieblos (oder farblos?!) daher und bis auf ein oder zwei Ausnahmen plätscherten die Songs eher so vor sich hin. Beim Hören fragte man sich doch häufiger: ja wo läuft denn der Hase? Musikalische Weiterentwicklung? Fehlanzeige. Schade!

„Imaginary Monsters“ setzt diesen Trend leider fort und hält zudem auch nur drei neue Songs parat. Der ein oder andere wird sicher enttäuschen gewesen sein. Wer allerdings mit „Pins and Needles“ zurecht kam, wird auch hier etwas nach seinem oder ihrem Geschmack finden. Glücklicherweise gibt es da aber noch fünf Remixe einiger Songs aus dem letzten Album und hier haben sich BTM nicht lumpen lassen! Vor allem die Neuauflage von „Pale“ (von Kevvy Mental & Dave Ogilvie) kreirt eine völlig neue, sehr sphärisch und düstere Stimmung. Auch der Combichrist-Mix von „Shallow Grave“ in neuem Rhythm’n’Noise-Kostüm kann sich absolut sehen lassen. Warum nicht gleich so?

Fest steht: BTM lassen etwas die Tiefe der älteren Alben vermissen – den Remixen sollte man aber auf jeden Fall eine Chance geben. Fans, die sich frischen Wind im Kaninchenbau versprochen haben, sollten dagegen lieber die Finger von „Imaginary Monster“ lassen und auf das nächste Album hoffen.

Die Kritik stammt von Juliane Schmidt, Saarbrücken

Bandhomepage: www.thebirthdaymassacre.com

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