Fehlfarben – Glücksmaschinen

Wenn heute der Begriff „Neue Deutsche Welle“ fällt, bekommen die meisten Leute das Grauen. Direkt drängen sich Bilder von neonfarbenen Jogginganzügen und 99 Luftballons auf. Bevor diese Stilbezeichnung für jeglichen Schrott benutzt wurde (einzige Gemeinsamkeit waren meist nur die deutschen Texte) war dies die Genrebezeichnug für das deutsche Pendant zum New Wave/Post Punk. Ein Aushängeschild dieser Stilrichtung waren die Fehlfarben, die sehr viele deutsche Bands, angefangen bei den Toten Hosen bis Blumfeld, beeinflusst haben.

Das neue Album klingt zeitgemäß, ohne dabei die Post Punk Wurzeln zu verleugnen. Dies wird vor allem immer beim Bassspiel deutlich, welches nicht selten ein wenig an Joy Division/New Order erinnert. Die Texte stellten schon immer einen elementaren Bestandteil der Songs der Fehlfarben dar, auch hier ändert sich das nicht. Scharfsinnig und Spitzfindig wird hier Gesellschaftskritik geübt, allerdings ohne erhobenen Zeigefinger. Der Gesangsstiel ist jedoch Geschmackssache, hier schimmern die Punkwurzeln immer wieder durch. 100 % Fehlfarben also, nur im modernen Klanggewand. Teilweise sind die Stücke sogar wirklich gut tanzbar wie zum Beispiel „Neues Leben“, welches mit einem nach vorne stampfenden Beat unterlegt ist. Aber auch ein Ohrwurm wie „Im Sommer“ stellt für die Fehlfarben kein Problem dar. Spätestens nach dem dritten Mal Hören geht einem der Refrain nicht mehr aus dem Kopf.

Alles in allem also ein gutes Album, welches auch Leuten zu empfehlen ist, welche zuvor noch nichts von dieser Band gehört haben.

Note: gut +

www.myspace.com/fehlfarben

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