DVD-Kritik: Cold In July

bild

Ein Rache-Akt aus Missverständnis

Jim Mickles Cold In July handelt von einer Kleinfamilie, deren Leben sich in einer Nacht verändert hat. Der Familienvater Richard (Michael C. Hall) erschießt aus Notwehr einen Einbrecher im eigenen Haus. Dass dieser unbewaffnet war, konnte er wegen mangelndem Licht in der Nacht nicht erkennen.

Zwei Tage später wird der Täter im nahegelegenen Friedhof beerdigt. Auch Richard ist anwesend. Nach der Bestattung erscheint der Vater des Opfers (Sam Shepard) und lässt Richard wissen wer er ist. Beiläufig wird erwähnt, dass er seinen Sohn kennt, worauf Richard logischerweise Panik überkommt.

Bis hier hin eine wirklich wenig innovative Geschichte, jedoch ändert sich dies nun. Es stellt sich raus, dass der Einbrecher in Wirklichkeit ein ganz anderer war, als der Sohn des „Vaters“. Die Polizei hat hier ihre Finger im Spiel. Vorher noch Blutsfeinde, tun sie sich jetzt zusammen und möchten aufklären was es mit all dem auf sich hat. Sie treffen auf einen arschcoolen Farmer (Don Johnson), der ebenfalls in diesen Fall verwickelt ist. Er hat recherchiert wer der echte Sohn ist. Zu dritt machen sie sich auf den Weg dort hin und treffen auf einen etwas zu groß geratenen Mann, der ihnen beim Ausparken ins Heck brettert. Es kommt zur Schlägerei. Im Kofferraum des bulligen Typens entdecken die drei eine Menge Videofilme. Zuhause gucken sie sich an, was dort zu sehen ist: Der echte Sohn mit dem bulligen Typen, sich selbst gefilmt bei Perversionen und Aggressionen gegenüber einer ausländischen Prostituierten. Der Vater entscheidet: Er muss seinen Sohn töten.

Und somit steht das Ende fest. Zu dritt und schwer bewaffnet töten sie alle Leute die bei diesen Videos eine Rolle spielen, zu guter Letzt erschießt der Vater den Sohn.

Anfangs noch recht spannend, trotz gewöhnlicher Story, kommt der Film schnell ins Schwächeln. Es ist kaum nachvollziehbar wieso der Familienvater überhaupt noch weitermacht, sobald geklärt wurde, dass er mit dem Fall an sich wenig zu tun hat. Schließlich reden wir hier von einem netten durchschnittlichen Bürger, der ohne starke Motive mordet. Weiterhin gab es definitiv zu viele dunkle Szenen, das heißt Szenen in der Nacht in denen der Zuschauer nicht erkennt was los ist. Was gut war ist die Musik, ganz besonders die vom Abspann.

Schulnote: 3+

Amazon: http://www.amazon.de/Cold-July-Michael-C-Hall/dp/B00RYQ5ANU/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1423598566&sr=1-1-catcorr&keywords=cold+in+july+dvd

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.