DVD-Kritik: Soldiers of Fortune

Besser gut kopiert als schlecht selbst gemacht

“Ein Film im Stil von The Expendables” steht auf dem Cover. Es hätte besser “Eine Expendables-Kopie” heißen sollen. Und jetzt kommt das große Aber: Eine gute!

Soldiers of Fortune ist solide 0815-Actionkost. Expendables-Fans hören nun besser zu: Christian Slater ist Anführer einer Söldnertruppe, selbst Ex-Marine, der auf einer einsamen Insel ein Diktatorregime stürzen soll, eben mit besagter Söldnertruppe. Kommt euch irgendwie bekannt vor? Ei der Daus: Heißt Sylvester Stallone jetzt Christian Slater und ist James Cromwell (bekannt als Bauer aus Schweinchen Babe) der neue Dolph Lundgreen? Nein, aber Drehbuchkosten kann man sich schließlich sparen, wenn die Story irgendwie zeitlos klingt. Aufgepeppt mit der Tatsache, dass die Söldner eigentlich reiche Schnösel sind, die die vermeintliche Kriegstreiberei als Spiel gekauft haben, dann aber feststellen müssen, dass Krieg irgendwie doch kein Spiel ist und fertig ist ein neuer Film. Wortwitz und besonders gutes Schauspiel fehlen zwar, erwartet man bei einer Kopie aber auch nicht wirklich. Warum der Film allerdings als FSK 18 eingestuft wurde, erschließt sich nicht so ganz; sämtliche brutalen Szenen sind irgendwie weichgespült: Ok, da werden ein paar Leute erschossen, aber Blut und geschweige denn platzende Schädel sieht man kaum bis überhaupt nicht; da ist The Expendables wesentlich härter.

Soldiers of Fortune ist netter Actionspaß, aber nur für diejenigen, die sich nicht an offensichtlichen Kopien stören.

Schulnote: 2-3

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