DVD-Kritik: Pusher (2012)

Ein Adrenalin-geladener Drogenthriller

Wieso es in letzter Zeit immer häufiger vorkommt, dass viele Filme die im Rest der Welt entstehen von Hollywood Produzenten aufgegriffen werden und ein und als Remake  auf das klassische Hollywood Publikum zugeschnitten werden, ist einleuchtend. Da vielen Schreiberlingen in der „Traumfabrik“ anscheinend die Ideen ausgehen nimmt man einfach einen erfolgreichen Ausländischen Film und „wertet“ diesen mit Special Effects und einem hohen Budget auf.  Filme wie Stig Larssons „Millenium“-Trilogie, bei denen die Vorlage aus Skandinavien stammt, oder Vanilla Sky, der auf dem spanischen „Virtual Nightmare“ basiert, sind nur einige Beispiele. Dabei wird jedoch trotz aufwendiger Inszinierung und großem finanziellen Aufwand nur selten die Atmosphäre und Genialität der Originale erreicht.

Auch bei Pusher handelt es sich um ein Remake des gleichnamigen, dänischen Thrillers von 1996. Allerdings stammt das Remake diesmal nicht aus der berühmten amerikanischen Filmschmiede, sondern aus England. Da mir das vielgelobte Original nicht bekannt ist, kann ich in diesem Fall allerdings keine Vergleiche anstellen, und somit nur den Film an sich betrachten.

Frank, gespielt von „Richard Coyle“, ist ein vom Unglück geplagter, mittelmäßig erfolgreicher Drogendealer. Als er mit einer Connection in Amsterdam ganz groß ins Geschäft einsteigen will, läuft das so gar nicht nach Plan. Er muss vor der Polizei flüchten, und wirft seine gesamte Ladung Drogen einfach ins Wasser. Sein Boss glaubt ihm diese Geschichte allerdings nicht und fordert von ihm 55000 Pfund für den verlorenen Stoff. Da Frank sich das Geld nicht einfach aus dem Ärmel schütteln kann, versucht er nun in ganz London Geld aufzutreiben.

Der Film ist sehr modern inszeniert und erinnert mit seiner musikalischen Untermalung durch Trance und Techno Stücke und der verwendeten Farbfilter nicht selten an einen Musik-Videoclip. Die rapide voranschreitende Handlung wird durch die schnellen Schnitte gut unterstützt. Auch versteht es Regisseur „Luis Prieto“ gut Spannungsbögen aufzubauen. So wird aus Pusher ein guter, moderner Thriller, der dem Zuschauer nur wenige Verschnaufpausen lässt.

 

Note: 2+

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