DVD-Kritik: Plötzlich wieder jung

plötzlich

Zeitreisen in Frankreich – ohne DeLorean, ohne Doc und auch ohne Gags

2015 sind Zeitreisefilme wieder in: Die “Zurück in die Zukunft”-Trilogie feierte dieses Jahr aufgrund der Ankunft von Marty und Doc am 21.10.2015 (Teil 2) ein Revival, welches sich großer Beliebtheit erfreute und einmal mehr aufzeigte, dass die Filme von früher einfach besser sind.

Und warum sollte man einen Hype nicht nutzen, dachten sich einige französische Filmproduzenten und schufen “Plötzlich wieder jung – Zurück in die 80er” mit Kad Merad und Franck Dubosc in den Hauptrollen. Einer davon ist eher gesittet und wohlbehütet (quasi der Marty des Films), der andere eher durchgedreht und ein Lebemann (der “Doc”). Irgendwie stolpern beide dann die Kellertreppe herunter und geraten in ein Zeitloch, welches sie ins Jahr 1986 befördert. Klingt schon ein wenig doof und ist es auch. Zurück in ihren jugendlichen Körpern stellen beide fest, dass es sehr schwer ist, als Erwachsener im Körper eines Teenagers zu leben.

Französische Filme muss man mögen. Sie haben einen eigenwilligen, manchmal etwas zu spießigen und fast so angestaubten Humor. Ich mag sie nicht und kann einer derart einfallslosen Kopie auch nichts abgewinnen. Schon die Kernszene (beide Hauptdarsteller fallen nach ein paar Gläsern Wein die Kellertreppe herunter in ein Zeitloch) löste bei mir eher Kopfschütteln aus, weil sie eben so einfallslos ist. Natürlich bringt der Film auch einen gewissen Charme der 80er mit. Kostüme und Musik sind relativ gut gelungen, was den Film wieder ein wenig relativiert.

Aber nein: Manche Filmideen sollte man einfach ruhen lassen.

Note: 4-

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